Phil Roosens Wochenkolumne, donnerstags. Aus dem Kaffeehaus auf die Woche geschaut: die Räume zwischen Technik und Alltag, in denen sich entscheidet, wie wir leben.
Digitale Zwischenräume
Phil Roosens Wochenkolumne, donnerstags. Aus dem Kaffeehaus auf die Woche geschaut: die Räume zwischen Technik und Alltag, in denen sich entscheidet, wie wir leben.
Schule, Arbeit, Urlaub, Pension – und dann? Während Berlin und Wien über das Pensionsantrittsalter streiten, fehlt das Drehbuch für die geschenkten Jahrzehnte. Ein Vormittag am Karmelitermarkt, zwischen Taoismus, Buddhismus und der Kunst, freiwillig stehenzubleiben.
Am Montag ging die Glücksspiel-Novelle in Begutachtung: Der Staat öffnet den Online-Markt, statt ihn zu schließen. Phil Roosen über einen Schiedsrichter, der sich an den Spieltisch setzt – und warum echter Schutz nur eines kann: den großen Sack zumachen, Lotto behalten.
Talos, Pandora, KI: Die Antike hat künstliche Wesen längst durchgedacht. Warum lernt der einzelne Mensch aus Fehlern, die Menschheit aber nicht? Phil Roosen über ein fehlendes Nervensystem, organisiertes Vergessen und die Frage, ob das Noozän ein Gedächtnis wird oder ein Verstärker bleibt.
Talos, Pandora, KI: Die Antike hat künstliche Wesen längst durchgedacht. Warum lernt der einzelne Mensch aus Fehlern, die Menschheit aber nicht? Phil Roosen über ein fehlendes Nervensystem, organisiertes Vergessen und die Frage, ob das Noozän ein Gedächtnis wird oder ein Verstärker bleibt.
Schule, Arbeit, Urlaub, Pension – und dann? Während Berlin und Wien über das Pensionsantrittsalter streiten, fehlt das Drehbuch für die geschenkten Jahrzehnte. Ein Vormittag am Karmelitermarkt, zwischen Taoismus, Buddhismus und der Kunst, freiwillig stehenzubleiben.
Am Montag ging die Glücksspiel-Novelle in Begutachtung: Der Staat öffnet den Online-Markt, statt ihn zu schließen. Phil Roosen über einen Schiedsrichter, der sich an den Spieltisch setzt – und warum echter Schutz nur eines kann: den großen Sack zumachen, Lotto behalten.
Zweiundvierzig Prozent der Briten würden die KI per Fingerschnipp verschwinden lassen. Phil Roosen liest die Umfragen als Vorbeben – und modelliert vier Zukünfte. Keine davon führt in die Welt zurück, die wir kennen und mögen.
Berlin will jedem Bürger und jeder Bürgerin verpflichtend ein digitales Bürgerkonto verordnen. Phil Roosen sieht darin keine neue Schalterhalle, sondern eine Richtungsumkehr: Jahrhundertelang gingen der Bürger und die Bürgerin zum Amt — künftig zieht das Amt in die Bürger:innen ein.
Claude Fable 5 ist das fähigste KI-Modell, das je öffentlich wurde — und Phil Roosen spürt nur Nuancen. Was, wenn der Fortschritt aufhört, ein Donnerschlag zu sein, und lautlos zu sickern beginnt? Über verlernte Fähigkeiten und den Ausfall, den niemand bemerkt.
Fronleichnam am Karmelitermarkt: Eine Frau telefoniert mit niemandem und regiert doch. Phil Roosen über KI-Agenten, die nicht mehr warten, sich selbst erziehen – und über die Zelle, die wir ihnen zuerst bauen. Denn man sperrt kein Werkzeug ein.
Ein Emissionsprospekt und eine päpstliche Enzyklika, nebeneinander auf einem Tablet — und sie beschreiben dieselbe Maschine. Phil Roosen über den SpaceX-Börsengang, die Frage Visionär oder Gefahr, das Gefühl der Ohnmacht und eine Ameise, die mehr über Macht weiß als jeder Prospekt.