AGI & Frontier-Modelle
OpenAI veröffentlicht GPT-5.5 für ChatGPT (Plus/Pro/Business/Enterprise)
OpenAI hat GPT-5.5 veröffentlicht und beschreibt es als das bisher „smarteste“ und am intuitivsten nutzbare Modell. Laut OpenAI-Mitgründer Greg Brockman ist es ein spürbarer Schritt in Richtung agentischerer Nutzung und Teil der Vision einer ChatGPT-„Super App“. GPT-5.5 wird in ChatGPT für Plus-, Pro-, Business- und Enterprise-Nutzer ausgerollt; eine Pro-Variante ist für Pro/Business/Enterprise vorgesehen.
Quelle: TechCrunch
DeepSeek zeigt DeepSeek V4 (Preview) mit 1M Kontext und bis zu 1,6T Parametern
DeepSeek hat zwei Preview-Modelle angekündigt: V4 Flash (284 Mrd. Parameter, 13 Mrd. aktiv) und V4 Pro (1,6 Bio. Parameter, 49 Mrd. aktiv) – beide als Mixture-of-Experts mit einem Kontextfenster von 1 Million Tokens. Preislich nennt DeepSeek für V4 Flash 0,14 US$ pro Million Input-Tokens und 0,28 US$ pro Million Output-Tokens; für V4 Pro 0,145 US$ Input und 3,48 US$ Output pro Million Tokens. DeepSeek positioniert V4 als großen Schritt in Richtung Frontier-Niveau bei Reasoning-Benchmarks – mit einem Fokus auf Kosten-/Leistung für Open-Weight-Einsatz.
Quelle: TechCrunch
KI-Training & Forschung
NVIDIA kündigt Isaac GR00T Open Models und World Models (Cosmos) für Robotik-Training an
NVIDIA hebt zum National Robotics Week neue Bausteine für „Physical AI“ hervor, darunter offene NVIDIA Isaac GR00T Modelle für Vision-Language-Action-Reasoning, die Robotern natürliche Sprachbefehle und mehrschrittige Aufgaben ermöglichen sollen. Zusätzlich nennt NVIDIA „NVIDIA Cosmos World Models“ als World-Model-Ansatz zur Erzeugung synthetischer Daten und für skalierbares Robotentraining. NVIDIA erwähnt außerdem Newton 1.0 (GA) als Open-Source-Physik-Engine sowie Updates für Isaac Sim 6.0 und Isaac Lab 3.0, um Simulation und Training näher an reale Szenarien zu bringen.
Quelle: NVIDIA Blog
KI-Agenten
OpenAI startet „Workspace Agents“ für Teams – mit Slack- und Gmail-Workflows
OpenAI gibt Nutzern der Pläne Business, Edu und Teachers Zugriff auf cloud-basierte „Workspace Agents“, die in ChatGPT laufen und Aufgaben eigenständig ausführen können. In den Beispielen nennt OpenAI u. a. Agents, die Produktfeedback im Netz sammeln und einen Report in Slack posten oder Follow-up-Mails in Gmail vorbereiten. Die Agents sollen Kontext aus angebundenen Systemen nutzen, Teamregeln befolgen und bei Bedarf Freigaben einholen. OpenAI beschreibt Workspace Agents als Evolution der seit 2023 verfügbaren GPTs (die weiter bestehen), und kündigt an, den Übergang von GPTs zu Agents zu vereinfachen.
Quelle: The Verge
Industrie & Markt
Meta stellt „Muse Spark“ vor – Superintelligence-Labs-Start mit geplantem Multi-Agent-„Contemplating“-Modus
Meta hat Muse Spark als neues KI-Modell vorgestellt und bezeichnet es als ersten Schritt einer grundlegenden Überholung seiner KI-Strategie aus den Meta Superintelligence Labs. Das Modell ist im Web und in der Meta-AI-App verfügbar; für die Nutzung ist ein Login mit einem bestehenden Meta-Konto (z. B. Facebook/Instagram) erforderlich. Meta plant einen „Contemplating“-Modus, der mehrere parallele Agenten einsetzt, um komplexere Aufgaben zu lösen, ohne die Latenz stark zu erhöhen. Mark Zuckerberg stellt zudem weitere, zunehmend fortgeschrittene Modelle (inklusive Open-Source-Modelle) in Aussicht.
Quelle: TechCrunch
Hannover Messe 2026: NVIDIA und Partner zeigen Industrial-AI-Cloud, Omniverse und Nemotron in der Fertigung
Auf der Hannover Messe 2026 (20.–24. April, Hannover) präsentieren NVIDIA und Partner wie Siemens, SAP, Agile Robots, PhysicsX und Wandelbots KI-gestützte Fertigung – unter anderem mit Deutsche Telekom Industrial AI Cloud, Omniverse-Bibliotheken und Nemotron-Modellen. Genannte Beispiele sind digitale Zwillinge (u. a. mit ABB Genix und Siemens Digital Twin Composer), Vision-AI-Agenten von Invisible AI in Toyota-Fabriken sowie humanoide Roboter wie Humanoids HMND 01 mit NVIDIA Jetson Thor in einer Siemens-Fabrik in Erlangen. Außerdem werden konkrete Industrie-Einsätze wie EDAGs metys-Plattform (Automotive) und Hexagon Robotics’ AEON-Roboter für BMW in Leipzig beschrieben.
Quelle: NVIDIA Blog
Hugging Face: 13 Mio. Nutzer, 2 Mio. Modelle – aber die Top-200 vereinen 49,6 % aller Downloads
Hugging Face berichtet für 2025 von 13 Millionen Nutzern, über 2 Millionen öffentlichen Modellen und mehr als 500.000 öffentlichen Datensätzen. Gleichzeitig ist die Nutzung stark konzentriert: Rund die Hälfte aller Modelle hat insgesamt weniger als 200 Downloads, während die Top-200 Modelle (0,01 % der Modelle) 49,6 % aller Downloads ausmachen. Der Beitrag beschreibt außerdem einen geopolitischen Shift: Chinesische Modelle machten im vergangenen Jahr 41 % der Downloads aus. Zudem sank der Anteil der Industrie an der Entwicklung von rund 70 % (vor 2022) auf etwa 37 % (2025), während unabhängige Entwickler auf 39 % stiegen.
Quelle: Hugging Face Blog
Regulierung & Sicherheit
EU könnte Google per DMA zwingen, Android für alternative KI-Assistenten zu öffnen
Die EU-Kommission nimmt Googles bevorzugte Gemini-Integration in Android ins Visier und will, dass Android offener für alternative KI-Assistenten wird, weil viele Funktionen und Erlebnisse aktuell exklusiv oder deutlich besser mit Gemini funktionieren. Der regulatorische Rahmen ist der Digital Markets Act (DMA), unter dem Google als „Gatekeeper“ eingestuft wird. Laut Bericht ist eine Voruntersuchung abgeschlossen; die EU könnte Google im Sommer zu Änderungen verpflichten. Google kritisiert das Vorgehen als „unwarranted intervention“.
Quelle: Ars Technica
US-Berufungsgericht lehnt Eilantrag ab: Anthropics Blacklisting bleibt vorerst in Kraft
Das US Court of Appeals for the District of Columbia Circuit hat einen Eilantrag von Anthropic abgelehnt, die Blacklisting-Entscheidung der US-Regierung vorläufig auszusetzen. Der Streit dreht sich laut Bericht um eine Einstufung durch Verteidigungsminister Hegseth als „Supply-Chain Risk to National Security“; Anthropic argumentiert u. a., man habe seine Claude-Modelle aus First-Amendment-Gründen nicht für autonome Kriegsführung und Massenüberwachung freigegeben. Das Gericht erkannte zwar möglichen irreparablen finanziellen Schaden an, gewährte aber keinen Stay und setzte eine beschleunigte mündliche Verhandlung für den 19. Mai an. Parallel gibt es laut Bericht in Kalifornien eine vorläufige Verfügung zugunsten von Anthropic.
Quelle: Ars Technica