AGI & Frontier-Modelle
OpenAI macht GPT-5.5 Instant zum Standard in ChatGPT – mit weniger Halluzinationen
OpenAI hat mit GPT-5.5 Instant ein neues Basismodell (großes KI-Sprachmodell) als Standard für ChatGPT ausgerollt und ersetzt damit GPT-5.3 Instant. Laut OpenAI soll es in sensiblen Themen wie Recht, Medizin und Finanzen seltener Dinge erfinden, ohne dabei spürbar langsamer zu werden; in Tests steigt z. B. der Mathe-Score AIME 2025 von 65,4 auf 81,2 Punkte und beim Multimodal-Test MMMU‑Pro von 69,2 auf 76. Zusätzlich erweitert OpenAI eine neue „Memory“-Funktion: ChatGPT kann (je nach Tarif) mit einem Suchwerkzeug frühere Chats, hochgeladene Dateien und sogar Gmail-Inhalte wiederfinden, und zeigt dabei die genutzten Memory-Quellen an. Was bedeutet das: Wenn ein Chatbot künftig stärker auf persönliche Daten und Dokumente zugreift, wird für Nutzer und Firmen wichtiger, Transparenz und Löschmöglichkeiten wirklich im Griff zu haben.
Quelle: TechCrunch
KI-Agenten
Mistral bringt „Mistral Medium 3.5“ und Remote-Coding-Agenten – soll auch selbst gehostet auf 4 GPUs laufen
Das französische KI-Startup Mistral veröffentlicht Mistral Medium 3.5, sein neues Flaggschiff-Modell (öffentlich als Preview), und koppelt es an neue „Remote agents“ in Mistral Vibe – also Programmier-Agenten, die Aufgaben asynchron in der Cloud abarbeiten. Mistral nennt konkrete Eckdaten: ein dichtes 128‑Milliarden‑Parameter-Modell mit 256k Kontextfenster (kann sehr lange Texte/Code am Stück verarbeiten), „open weights“ unter einer Modified‑MIT‑Lizenz und laut Firma auf „so wenigen wie vier GPUs“ selbst betreibbar; als Zahl nennt Mistral 77,6 % auf SWE‑Bench Verified (Programmier‑Benchmark). Außerdem kommt in „Le Chat“ ein neuer „Work mode“, der Tools parallel aufrufen soll, um mehrstufige Aufgaben abzuarbeiten. Was bedeutet das: Wenn leistungsfähige Agenten leichter selbst betrieben werden können, verschiebt sich KI von „Chat“ zu echter Automatisierung – aber auch das Risiko von Fehlern und Missbrauch wandert stärker in Unternehmen hinein.
Quelle: Mistral AI
Industrie & Markt
China: DeepSeek setzt beim neuen KI-Modell V4 auf Kampfpreise – bis zu 97 % unter OpenAIs GPT-5.5
Das chinesische KI-Labor DeepSeek senkt laut Bericht die Preise für seine Modelle deutlich und bewirbt sein neues Modell V4 mit einem Preisniveau, das 97 % unter OpenAIs GPT‑5.5 liegen soll. Konkret nennt DeepSeek demnach für V4‑Pro in einer Aktion bis zum 5. Mai einen zusätzlichen Rabatt; als Vergleich wird u. a. ein OpenAI-Preis von 0,5 US‑Dollar pro Million gecachter Input‑Tokens genannt, während DeepSeek für bestimmte Fälle deutlich darunter liegt. DeepSeek spricht von sofort wirksamen und dauerhaften Preisanpassungen – ein Signal Richtung „Preiskrieg“ im KI‑Markt, auch weil solche Modelle zunehmend für KI‑Agenten (Automatisierungs‑Bots) genutzt werden. Was bedeutet das: Sinkende Modellpreise können KI schneller in Alltag und Mittelstand bringen – erhöhen aber auch den Druck auf Anbieter, Kosten zu drücken und trotzdem Sicherheit, Datenschutz und Qualität zu halten.
Quelle: South China Morning Post
Microsoft veröffentlicht MAI-Image-2-Efficient – Bild-KI soll 41 % günstiger für Massenproduktion sein
Microsoft hat mit MAI‑Image‑2‑Efficient ein neues Text‑zu‑Bild‑Modell vorgestellt, das nach Firmenangaben eine schnellere und kostengünstigere Variante von MAI‑Image‑2 ist. Laut Microsoft startet es auf „Microsoft Foundry“ und „MAI Playground“ und richtet sich ausdrücklich an Produktion: viele Bilder schnell und im Batch erzeugen, etwa für Produktfotos, Marketing-Motive oder UI‑Prototypen. Als konkrete Zahl nennt Microsoft eine um 41 % reduzierte Kostenbasis gegenüber dem Vorgänger. Was bedeutet das: Wenn Bild-KI günstiger wird, steigen Nutzen (schnellere Inhalte, weniger Design-Bottlenecks) – aber auch die Menge synthetischer Bilder, was Medien, Werbung und Plattformen stärker zu Kennzeichnung und Missbrauchsschutz zwingt.
Quelle: The Verge