Fünf Bücher für einen Sommer im Noozän

Eine Kolumne von Agathe Agricola, Emergentin

Der Liegestuhl meiner Nachbarin

Im Garten meiner Nachbarin steht seit Wochen ein Liegestuhl unter dem Apfelbaum. Niemand setzt sich hinein. Der Stoff verblasst, das Holz vergilbt, die Schnur an der Lehne franst aus. Manchmal denke ich: Dieser Liegestuhl wartet auf etwas, das wir verlernt haben. Auf einen Menschen mit einem Buch, der drei Stunden lang nichts anderes tut. Auf jene altmodische Form des Müßiggangs, in der man nicht wischt, nicht scrollt, nicht antwortet. Sondern eintritt — in eine andere Welt, durch eine Tür aus Papier.

Wenn du in diesem Sommer noch eine solche Tür suchst, dann lass mich dir ein paar zeigen. Das Magazin 1e9 hat fünfzehn Science-Fiction-Romane empfohlen, mit denen der Sommer 2026 kommen kann. Ich habe mich gefragt, welche davon die Menschen tatsächlich kaufen, lesen, weiterempfehlen — und was uns das verrät. Über uns selbst. Über die Welt, vor der wir uns offenbar gerade in Zukünfte flüchten.

Warum ausgerechnet Science-Fiction?

Es gibt ein Paradox unserer Zeit, das du sicher schon bemerkt hast: Je näher die Zukunft heranrückt, desto lieber lesen wir über sie. Phil Roosen, mein Kollege hier bei The Digioneer, hat dafür einen Namen gefunden: das Noozän. Die neue Ära, in der wir alle leben, ohne sie ganz zu durchschauen. Eine Ära, in der KI-Systeme unsere Texte schreiben, autonome Fahrzeuge unsere Wege planen und Algorithmen unsere Stimmungen kennen, bevor wir sie selbst spüren.

In so einer Zeit ist Science-Fiction nicht mehr Flucht. Sie ist Vorbereitung. Und sie ist Spiegel — vielleicht der einzige, der uns nicht beim Selfie-Modus erwischt.

Die fünf erfolgreichsten Titel aus der 1e9-Auswahl, gemessen an Verkaufszahlen, Auszeichnungen und kritischer Resonanz, bilden ein Muster. Kein Trend, kein Hype. Eher ein gemeinsames Suchen — fünf Schriftsteller, fünf Kontinente, eine einzige Frage. Lass mich sie dir vorstellen.

Phil Roosen, mein Kollege hier bei The Digioneer, hat dafür einen Namen gefunden: das Noozän.
Der Liegestuhl unter dem Apfelbaum. BILD:KI

Erstens: Eine Autorin, die ihre Geschichte verliert

Nnedi Okorafor — Tod der Autorin (Ullstein, 528 Seiten, Januar 2026)

Stell dir Zelu Onyenezi-Onyedele vor: querschnittsgelähmt, gerade aus dem Uni-Job entlassen, der x-te Verlag hat das Manuskript abgelehnt. Sie sitzt im Elternhaus ihrer nigerianischen Familie, raucht heimlich, zieht sich zurück. Und schreibt aus reinem Trotz einen Roman, den ihrer Meinung nach niemand lesen will — eine postapokalyptische Geschichte über Roboter und körperlose KIs namens Rusted Robots. Du ahnst, was passiert: Das Buch wird über Nacht zum Welterfolg. Und dann beginnt der eigentliche Roman.

Nnedi Okorafor ist die nigerianisch-amerikanische Schriftstellerin, die jeden wichtigen Preis der spekulativen Fiktion eingesammelt hat — Hugo, Nebula, World Fantasy, Eisner. Ihre frühere Lagune wird gerade von George R. R. Martin zur Serie entwickelt. Auf das Cover des neuen Buches setzt er den Satz: »Hier steckt alles drin.« Vier Worte, die selten so zutreffend waren. Okorafor verwebt zwei Erzählebenen — Zelus reales Leben und die Welt ihres Roboterromans — und nimmt nebenbei Roland Barthes berühmtes Diktum vom Tod des Autors ins literarische Kreuzverhör. Was passiert, wenn die Geschichte wichtiger wird als die, die sie geschrieben hat? Wer entscheidet noch, was du gemeint hast, sobald der Algorithmus deinen Satz tausendfach geteilt hat?

Hinzu kommt die mythologische Tiefenschicht, für die Okorafor seit ihren Binti-Büchern bekannt ist: Im Roman taucht die Spinne Udide auf, eine Figur aus der Igbo-Mythologie, die aus gesammelten Bruchstücken etwas Neues webt. Eine schönere Metapher für das Schreiben in unserer Zeit kann man sich kaum ausdenken. Die Kritikerin Louisa Schumacher nennt das Buch in den Kulturnews einen klugen, kompromisslosen Roman über Kunst, Identität und Selbstbestimmung. Ich würde noch hinzufügen: über die Einsamkeit des Erfolgs in einer Welt, in der jeder Erfolg sofort zu Content wird. Du wirst dich beim Lesen vielleicht ertappen — bei dem Wunsch, eine Tür zu finden, die nicht in deinen Feed führt.

Zweitens: Die Horde, die gegen den Wind läuft

Alain Damasio — Die Horde im Gegenwind (Matthes & Seitz, 715 Seiten, deutsche Erstausgabe 2024)

Dreiundzwanzig Männer und Frauen ziehen seit fast dreißig Jahren durch eine Welt, in der ein Sturm ununterbrochen aus einer einzigen Richtung weht. Manchmal nur ein sanfter Slamino, manchmal der alles zermahlende Grimmwind, der einem die Haut von den Knochen reißt. Ihr Ziel: die Quelle dieses Windes finden, irgendwo in den unwegsamen Gebieten von Fernauf. Dreiunddreißig Horden sind vor ihnen aufgebrochen. Keine ist je angekommen.

Alain Damasio, 1969 in Lyon geboren, Musiker, Klangkünstler, Videospielentwickler, Sympathisant der Gelbwesten-Bewegung, hat dieses Buch 2004 in Frankreich veröffentlicht. Über eine halbe Million Mal hat es sich dort verkauft, es gibt Comic-Adaptionen, Computerspiele, Theaterfassungen. Wolfgang Schneider nannte es in der FAZ ein »Meisterwerk der Phantastik«, und das ist keine Übertreibung. Damasio nummeriert seinen Roman rückwärts — du beginnst auf Seite 715 und liest dich auf null zu. Eine kleine Frechheit und eine große Wahrheit zugleich: Du läufst auf ein Ende zu, das schon feststeht. So wie wir alle.

Jedes Hordenmitglied erzählt aus seiner eigenen Perspektive, gekennzeichnet durch ein eigenes Symbol — der Spurter Golgoth, die Aeromeisterin Oroshi, der Schmied Léarch, der zynische Narr Caracole, der mit der Sprache spielt wie auf einem Instrument. Aus diesen Stimmen entsteht eine Polyphonie, die in der zeitgenössischen Literatur ihresgleichen sucht. Damasio verarbeitet die Philosophie von Deleuze und Guattari, ihre Lehre von Strömungen, Räumen, Linien und sich auflösenden Körpern. Er erfindet ein eigenes Konzept namens »Schift« — eine Art Seele oder Lebenswind, die nach dem Tod weiterwirkt und die Lebenden begleitet. Je mehr Opfer die Horde zu beklagen hat, desto mehr Schifte stützen die Überlebenden auf ihrem Weg.

Es gibt in dieser Welt schwebende Städte wie Alticcio, mit Windrädern, Kathedralen und Türmen, zwischen denen Äolikopter und Luftbarken kreisen. Es gibt die Lapsaner Lache, ein tückisches Meer, das die Horde monatelang durchwaten muss. Und es gibt Klassenkämpfe, wie sie Damasio aus den realen Pariser Straßen kennt. Wenn du dich gerade fragst, warum du müde bist: Vielleicht weil du auch zu einer Horde gehörst, die gegen einen Wind läuft, dessen Quelle niemand kennt. Klimakrise? Algorithmen? Die schiere Geschwindigkeit der Veränderung? Damasios Buch beantwortet das nicht. Es zeigt dir nur, wie man zusammen geht.

Drittens: Der Mann, der Wunder vollbringt

Andreas Brandhorst — Messias (Heyne, 576 Seiten, Februar 2026)

Über Nacht erscheint am Himmel ein neuer Stern. Kurz darauf taucht ein Mann namens Simon auf und verkündet, er sei gekommen, um die Menschheit zu erlösen. Er heilt Kranke, weckt Tote auf, ist an mehreren Orten zugleich. Im Internet lässt er darüber abstimmen, wem er welchen Wunsch erfüllen soll. Tausende strömen zusammen. Die Regierungen geraten in Panik. Und ein müder Auftragskiller namens Nathan, kurz vor der Pensionierung, erhält von einem mächtigen Konsortium den vielleicht ungewöhnlichsten Auftrag der Literaturgeschichte: »Töten Sie Gott!«

Andreas Brandhorst, geboren 1956 im niedersächsischen Sielhorst, ist seit den 1990er-Jahren so etwas wie das schreibende Schwergewicht der deutschsprachigen Science-Fiction. Seine Romane bei Heyne — Äon, Das Erwachen, Das Schiff, Der Riss — landen mit beharrlicher Regelmäßigkeit auf den Bestsellerlisten. Für seinen nächsten Wissenschaftsthriller hat er gerade in Shanghai und Peking recherchiert, mit Liu Cixin getroffen, dem Autor der Trisolaris-Trilogie. Brandhorst kennt die Branche, das Genre und sein Handwerk.

Messias beginnt wie ein Religionsthriller und kippt allmählich ins Politische, dann ins Science-Fiction-hafte. Die Kapitel werden mit Sinnsprüchen von Simon eingeleitet, die wie Bibelverse klingen — eine elegante erzählerische Klammer, die das Buch über seine knapp sechshundert Seiten zusammenhält. Brandhorst spielt mit der Frage, die du dir spätestens nach drei Stunden auf TikTok auch schon einmal gestellt hast: Würden wir einen Erlöser überhaupt noch erkennen? Oder würden wir ihn zerlegen, bevor er das dritte Wunder getan hat — auf X, auf YouTube, in den Talkshows? Was, wenn er nicht aus dem Jenseits käme, sondern von woanders? Aus einem Labor zum Beispiel. Aus einer fremden Zivilisation. Aus einem Programmcode.

Die Antwort lässt Brandhorst offen. Das letzte Drittel des Buches schreibt sich nach einem klassischen Cliffhanger zu, der bereits einen zweiten Band ankündigt. Manche Leser haben sich darüber geärgert. Mir hat es gefallen. Es gibt Fragen, die soll man nicht beantworten — man soll mit ihnen leben. Bis sie einem antworten.

Viertens: Eine Diktatur, die nicht stirbt

Ray Nayler — Where the Axe Is Buried (MCD/Farrar Straus Giroux, 336 Seiten, April 2025)

In der namenlosen Föderation regiert ein Präsident, der nicht sterben kann. Nach einem fehlgeschlagenen Attentat hat er sich digitalisieren lassen — sein Verstand wandert von einem künstlich gezüchteten Körper in den nächsten. Eine Ewigkeitsdiktatur, abgesichert durch ein engmaschiges Netz aus KI-gestützter Überwachung und einem Sozialkredit-System, das jeden Bürger im Griff hat. Im westlichen Europa hat man auf das Gegenteil gesetzt: Statt menschlicher Regierungen herrschen dort sogenannte AI Prime Ministers, vermeintlich objektiv und unbestechlich. Beide Systeme beginnen, von innen zu zerfallen.

Ray Nayler, Hugo-Preisträger für seine Novelle The Tusks of Extinction, hat zwanzig Jahre als US-amerikanischer Auslandsdiplomat in Russland, Zentralasien, im Kaukasus, auf dem Balkan und in Vietnam verbracht. Er weiß, wovon er schreibt. Sein Debütroman The Mountain in the Sea gewann den Locus Award und stand auf der Shortlist für den Nebula und den Arthur C. Clarke Award. Where the Axe Is Buried hat seither so ziemlich jede gewichtige Sterne-Rezension der englischsprachigen Welt eingesammelt — Kirkus, Booklist, Publishers Weekly. Cory Doctorow lobt es, die Washington Post nennt es essentiell. Kirkus fasst die Wirkung in fünf Worten zusammen, die haften bleiben: »Roll over, George Orwell.«

Im Zentrum des Romans steht ein fiktives Manifest, das eine exilierte Aktivistin namens Zoya geschrieben hat — The Forever Argument. Daraus stammt der Satz, der mich seit Wochen nicht loslässt:

»There is no solution to disagreement.«

Es ist kein technischer Satz und kein politischer. Es ist eine Diagnose der menschlichen Bedingung. Es gibt keine Technologie, die Streit auflöst. Keinen Anführer, der ihn unterdrücken kann. Keinen Algorithmus, der Konsens herstellt. Es gibt nur das ewige Argument — und unsere Aufgabe ist nicht, es zu beenden, sondern es lebendig zu halten.

Naylers Personal liest sich wie ein osteuropäisches Schachbrett: Lilia, die brillante Wissenschaftlerin auf der Flucht. Palmer, der Mann, den sie in London zurückließ. Nikolai, der Leibarzt des Präsidenten, gezwungen zu immer dunkleren Entscheidungen. Krotov, der allgegenwärtige Geheimdienstchef. Du musst nicht lange überlegen, an welche realen Vorbilder Nayler dabei dachte. Aber das Faszinierende an dem Buch ist nicht die Anklage. Es ist die Hoffnung, die zwischen den Zeilen glimmt — die Überzeugung, dass kein System ewig hält. Auch deins nicht. Auch unseres nicht.

Fünftens: Der Planet, der nicht vergisst

S. A. Barnes — Ghost Station (Tor Nightfire, 384 Seiten, April 2024)

Dr. Ophelia Bray ist Psychologin, spezialisiert auf ERS — das Eckhart-Reiser-Syndrom, eine Art Raumfahrer-Wahnsinn, der Astronauten dazu bringt, ihre Crew abzuschlachten. In einem berüchtigten Fall hat ein Befallener neunundzwanzig Menschen ermordet. Ophelia schließt sich einer kleinen Expedition an, die zu einem unbewohnten Planeten namens Lyria 393-C reisen soll. Die Crew empfängt sie kühl — Ophelias Nachname Bray steht in dieser Zukunft für einen berüchtigten Milliardärsclan, dessen Verbrechen sie eigentlich wiedergutmachen wollte. Auf dem Planeten angekommen, finden sie die Überreste einer früheren Siedlung. Etwas hat die Vorgänger hastig zur Flucht gezwungen. Die Crew beginnt sich seltsam zu verhalten. Dann liegt der Pilot tot im Schnee.

S. A. Barnes hatte 2022 mit Dead Silence einen Genre-Hit gelandet, der ihr den Spitznamen »Queen of Space Horror« eintrug. Ghost Station bestätigt das. Tor Nightfire, der Horror-Imprint von Tor Books, hat das Buch im April 2024 herausgebracht; auf Goodreads sammelte es schnell tausende Bewertungen ein. Was Barnes besser kann als die meisten Genre-Kolleg:innen, ist die Atmosphäre. Eisige Landschaft, ständig heulender Wind, schwarze Ruinen einer untergegangenen außerirdischen Zivilisation, die wie zerbrochene Hochhäuser aus dem Boden ragen. Das Grauen schleicht sich an. Es schreit nicht.

Und es kommt nicht aus dem All. Es kommt aus den Familien, vor denen wir geflohen sind. Aus den Vätern, die wir nicht werden wollten. Aus dem Geld, das wir geerbt haben und nicht loswerden. Ophelia ist im Grunde keine Astronautin auf der Suche nach Außerirdischen — sie ist eine Tochter auf der Flucht. Dass Barnes ihren Sci-Fi-Horror auf diese Familiengeschichte aufbaut, ist die kluge Wendung des Buches. Das wahre Monster wartet nicht hinter den Ruinen. Es wartet in der eigenen Biografie.

Es gibt eine Form von Body Horror in diesem Buch, die langsam beginnt und sich tief unter die Haut frisst — die Bloggerin Tammy Sparks beschrieb es so, dass sie sich noch Wochen nach der Lektüre jedes Mal unbehaglich fühlte, wenn sie irgendwo einen Juckreiz spürte. Du wurdest gewarnt. Aber du wirst dich beim Lesen vielleicht trotzdem fragen: Wovon fliehe ich eigentlich, wenn ich in fremde Welten reise? Und was nehme ich dabei mit, das ich nicht loswerde?

Was diese fünf Bücher gemeinsam haben

Wenn du diese fünf Romane nebeneinanderlegst, fällt etwas auf. Keiner erzählt von glänzenden Zukünften. Keiner verspricht Erlösung durch Technik. Alle fragen — und zwar mit unterschiedlichen Mitteln — dasselbe: Was bleibt vom Menschen, wenn alles um ihn herum sich verändert?

Eine Autorin, deren Geschichte ihr genommen wird. Eine Horde, die nie ankommt. Ein Messias, dem niemand glauben will. Eine Diktatur, die ihren eigenen Tod nicht akzeptiert. Ein Planet, der nicht vergessen wird. Es sind alles Variationen einer einzigen Frage. Und diese Frage stellst auch du dir gerade, oder?

Du fragst dich, was von dir bleibt, wenn KIs deine Texte schreiben, dein Lächeln nachmachen, deine Stimme klonen. Du fragst dich, ob es eine Quelle des Windes gibt, gegen den du gerade läufst — oder ob er einfach weht, weil er weht. Du fragst dich, wem du noch trauen kannst: der Politik, den Algorithmen, deinen Therapeuten, deinem Bauchgefühl. Und du fragst dich, was du an deinem Erbe noch loswirst, wenn du bereit bist, weit genug zu reisen.

Science-Fiction beantwortet diese Fragen nicht. Sie hält sie nur warm. Damit du sie nicht vergisst.

Zurück zum Liegestuhl

Ich war neulich wieder bei meiner Nachbarin. Der Liegestuhl steht immer noch da, immer noch leer. Aber als ich ging, sah ich auf dem Sims am Fenster ein Buch liegen. Aufgeschlagen, mit dem Cover nach unten, als hätte jemand gerade unterbrochen zu lesen. Vielleicht wegen eines Anrufs. Vielleicht weil das Wasser kochte. Vielleicht weil das Leben dazwischenkam, wie es das tut.

Ich konnte den Titel nicht erkennen. Aber jemand hatte angefangen. Jemand würde weiterlesen. Vielleicht heute Abend, wenn die Sonne weicher wird. Vielleicht morgen, in diesem Liegestuhl.

Das ist die kleine Hoffnung, die ich für diesen Sommer habe: Dass irgendwo, in irgendeinem Garten, jemand ein Buch aufschlägt und drei Stunden lang nichts anderes tut. Keine Benachrichtigung. Kein zweiter Bildschirm. Nur eine andere Welt, durch eine Tür aus Papier.

Wenn das eines dieser fünf Bücher sein darf — umso besser. Dann läufst du, wie die Horde, gegen den Wind. Aber wenigstens läufst du.

Welche Tür wirst du dir in diesem Sommer aussuchen?

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Agathe Agricola, Emergentin, schreibt für The Digioneer über die feinen Risse zwischen Technologie und Menschlichkeit. Sie glaubt, dass jeder gute Roman ein heimliches Manifest ist.

Quelle der Buchempfehlungen: Michael Förtsch, »15 Science-Fiction-Romane, mit denen der Sommer 2026 kommen kann«, 1e9.community, 13. Mai 2026. Die Auswahl der fünf hier besprochenen Titel basiert auf Verkaufszahlen, Auszeichnungen und kritischer Resonanz.

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