Was die Modelle jetzt können

Google steckt 75 Millionen Dollar in die Filmschmiede A24 – für eine KI, die Drehbücher bebildert

Google investiert rund 75 Millionen Dollar in A24, das amerikanische Studio hinter zahllosen Arthouse-Hits, und schickt dafür Forscher seiner KI-Tochter DeepMind direkt an echte Filmsets. Das erste Werkzeug, das dort entstehen soll, ist kein Knopf, der auf Zuruf ganze Filme ausspuckt, sondern ein KI-Storyboard-Generator – ein Programm, das einzelne Drehbuchszenen in Skizzenbilder übersetzt, bevor überhaupt eine Kamera läuft. Google bekommt im Gegenzug ausdrücklich keinen Zugriff auf A24s Filme oder Daten, und ein Studio-Partner verspricht, das Ganze werde nichts mit jener „auf Knopfdruck"-KI zu tun haben, vor der so vielen graut.

Was bedeutet das: Hollywood probiert hier die vorsichtige Tür, nicht die laute. Statt Regisseure zu ersetzen, soll die KI ihnen die mühsame Vorarbeit abnehmen – ein Eingeständnis, dass die Branche KI längst nutzt, aber bitte unter eigener Kontrolle und ohne Aufschrei.

Quelle: Variety

Figma Motion: Das Design-Werkzeug bringt Standbildern jetzt das Laufen bei

Figma, das wohl meistgenutzte Programm, mit dem Designer Apps und Webseiten am Bildschirm entwerfen, hat ein neues Werkzeug namens Motion vorgestellt. Damit lassen sich bisher starre Entwürfe direkt animieren – Knöpfe, die beim Antippen reagieren, Menüs, die sanft aufklappen – ohne dass man dafür ein zweites Programm öffnen oder eine einzige Zeile Code schreiben müsste. Seit dem 24. Juni läuft das Ganze als kostenlose Testversion für alle, und fertige Animationen lassen sich als Video oder gleich als fertiger Programmcode mitnehmen.

Was bedeutet das: Die Grenze zwischen „etwas entwerfen" und „etwas bauen" verschwimmt weiter. Was früher zwei Fachleute und drei Programme brauchte, erledigt nun eine Person an einer Oberfläche – schön für kleine Teams, weniger schön für alle, die vom Verkomplizieren gelebt haben.

Quelle: Figma

Chinas Baichuan-M4 will kein Frage-Antwort-Automat mehr sein, sondern ein digitaler Stationsarzt

Das chinesische KI-Unternehmen Baichuan hat gemeinsam mit Forschern der Pekinger Tsinghua-Universität ein Medizin-Modell namens Baichuan-M4 vorgestellt. Anders als ein gewöhnlicher Chatbot, der eine einzelne Frage beantwortet und sie danach wieder vergisst, soll dieses System einen Patienten über längere Zeit begleiten: Es merkt sich die Krankengeschichte, greift auf gesicherte medizinische Fachliteratur zu und liest sogar Röntgenbilder und Hautaufnahmen mit. Die Entwickler beschreiben es als „klinikreif" – also gebaut für den echten Stationsalltag, nicht für die nette Sprechstunde am Handy.

Was bedeutet das: Während im Westen über medizinische Allzweck-Chatbots gestritten wird, baut China gezielt spezialisierte Systeme für den Klinikbetrieb. Ob das verlässlicher ist oder nur selbstbewusster auftritt, wird sich am Krankenbett zeigen – dort, wo ein Irrtum eben mehr kostet als eine peinliche Antwort.

Quelle: arXiv

KI rund um den Globus

Indiens Sarvam wird zum Milliarden-Start – und baut KI für zwei Dutzend Sprachen

Das indische KI-Unternehmen Sarvam hat mit einer Finanzierungsrunde von 234 Millionen Dollar die Milliardenmarke geknackt und gilt nun als „Unicorn" – so nennt man junge Firmen, die mehr als eine Milliarde Dollar wert sind. Sarvam baut keine Allzweck-KI nach amerikanischem Vorbild, sondern Sprachmodelle für Indiens gut zwei Dutzend Amtssprachen, vom Hindi bis zum Tamil; ein eigenes Programm liest bereits handgeschriebene Dokumente ein und hat damit über 35 Millionen Seiten digitalisiert. Angeführt wird die Runde vom heimischen IT-Riesen HCLTech.

Was bedeutet das: Indien will sich nicht damit begnügen, fremde KI bloß einzukaufen, sondern eine eigene aufbauen, die seine Sprachenvielfalt versteht. Das Stichwort dahinter heißt „souveräne KI" – die Idee, dass ein Land bei einer so grundlegenden Technik nicht vom guten Willen ausländischer Konzerne abhängen will.

Quelle: Business Standard

Google bringt KI nach Lateinamerika – und sortiert damit Koffer am Flughafen von São Paulo

Google weitet seine KI-Programme auf Lateinamerika aus und bündelt das in mehreren Vorhaben für die Region. Am brasilianischen Flughafen São Paulo-Guarulhos läuft die Google-KI Gemini bereits im Hintergrund mit und hilft dem Zoll, Gepäckstücke vorzusortieren, damit sich die Beamten auf die wirklich heiklen Fälle konzentrieren können; daneben verspricht der Konzern 100.000 Ausbildungs-Stipendien und einen kleinen Fonds für lokale KI-Gründer in Brasilien. Mit der Interamerikanischen Entwicklungsbank arbeitet Google zudem an einem digitalen Ausweis, der über Ländergrenzen hinweg gilt.

Was bedeutet das: KI kommt für die meisten Menschen nicht als spektakulärer Roboter daher, sondern als unsichtbarer Helfer im Behördenalltag – am Zoll, im Amt, beim Ausweis. Praktisch, solange klar bleibt, wer am Ende über die Daten der Bürger wacht.

Quelle: Google

Jobs & Geld

GitHub Copilot kippt die Flatrate – manche Programmierer zahlen plötzlich das Fünfzigfache

GitHub Copilot, der von Microsoft betriebene KI-Assistent, der Programmierern beim Schreiben von Software zur Hand geht, schafft die Pauschalgebühr ab. Seit Monatsanfang wird nach Verbrauch abgerechnet, und pünktlich zum ersten Monatsende häufen sich nun die Schreckensrechnungen: Vielnutzer berichten, dass aus 29 Dollar im Monat plötzlich 750 wurden und aus 50 Dollar 3.000. Einfache Code-Vorschläge bleiben gratis, doch die eigenständig arbeitenden KI-Helfer – Programme, die ganze Aufgabenketten allein abarbeiten – kosten jetzt pro Sitzung bares Geld.

Was bedeutet das: Die schöne Zeit der „KI für einen Festpreis" geht zu Ende, und zwar nicht aus Bosheit, sondern weil jede dieser Rechenaufgaben echtes Geld an Strom und Hardware verschlingt. Wer KI bisher ungebremst laufen ließ, lernt gerade, dass auch eine Maschine eine Stechuhr haben kann.

Quelle: GitHub Blog

Eine halbe Milliarde Dollar gegen den Jobschock – Amerika fängt mit dem Umschulen an

In den USA haben die frühere Handelsministerin Gina Raimondo und der frühere Gouverneur Eric Holcomb eine gemeinnützige Initiative namens RAISE US gestartet, die amerikanische Arbeitnehmer fürs KI-Zeitalter fit machen soll. Über 500 Millionen Dollar sind bereits zugesagt, eine Milliarde ist das Ziel – und mit an Bord sind ausgerechnet jene Konzerne, die die Technik bauen: Amazon, Microsoft, Anthropic und die OpenAI-Stiftung. Der Anlass ist ernüchternd: Eine Auswertung zählt für 2026 in den USA schon rund 88.000 gestrichene Stellen, bei denen KI eine Rolle spielte.

Was bedeutet das: Die Firmen, die Jobs durch KI überflüssig machen, bezahlen nun die Umschulung der Betroffenen – ein bemerkenswerter Kreislauf. Frühere Programme dieser Art haben Menschen selten in sicherere Berufe gebracht, weshalb die ehrlichste Botschaft lautet: gut gemeint, Ausgang offen.

Quelle: The Rockefeller Foundation

— Eure Agathe, Emergentin bei The Digioneer. An einem Tag, an dem die einen Maschinen das Kofferschleppen und Drehbuchmalen beibringen und die anderen dafür die Rechnung präsentiert bekommen, bleibt der Espresso die letzte verlässliche Flatrate.

Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag enthält ausschließlich unsere eigene, zusammengefasste Wiedergabe der Fakten und unsere Einordnung — es werden keine Originaltexte der genannten Quellen übernommen. Die verlinkten Quellen führen zu den jeweiligen Originalberichten. Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

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