AGI & Frontier-Modelle
OpenAI baut mit Broadcom seinen ersten eigenen KI-Chip — und nennt ihn „Jalapeño"
OpenAI, die Firma hinter ChatGPT, hat gemeinsam mit dem Chip-Konzern Broadcom ihren ersten selbst entworfenen KI-Chip vorgestellt. Das erste physische Muster wurde gestern, am 25. Juni, an OpenAI geliefert; der Chip trägt den Namen „Jalapeño" und soll bis Jahresende erstmals in Betrieb gehen. Damit will OpenAI weniger vom Marktführer Nvidia abhängen und die gesamte Kette vom Chip bis zur fertigen KI selbst in der Hand halten.
Was bedeutet das: Wer seine eigenen Chips baut, ist beim Preis und bei der Liefermenge nicht mehr einem einzigen Zulieferer ausgeliefert — und genau diesen Schritt versuchen die großen KI-Häuser gerade alle gleichzeitig.
Quelle: CNBC
KI-Agenten
Anthropics Claude Tag zieht als Dauergast in deinen Slack-Kanal ein
Anthropic, der Anbieter der KI Claude, bringt mit „Claude Tag" eine eigenständig arbeitende KI — einen sogenannten Agenten — direkt in den Firmenchat Slack. Du markierst @Claude in einem Kanal, übergibst eine Aufgabe, und die KI zerlegt sie in Schritte, arbeitet sie im Hintergrund ab und meldet sich mit dem Ergebnis zurück. Mit der Zeit merkt sie sich, woran das Team arbeitet, und kann in einem „ambient"-Modus auch von selbst nachhaken. Vorerst läuft das als Forschungsvorschau für Geschäftskunden.
Was bedeutet das: Die KI rückt vom einzelnen Chatfenster mitten ins Team — als Kollege, der mitliest, mitdenkt und ungefragt erinnert. Praktisch, solange klar bleibt, wer da eigentlich alles mitliest.
Quelle: TechCrunch
Robotik
Norwegens 1X liefert mit „Neo" einen Haushaltsroboter für 20.000 Dollar ins Wohnzimmer
Das norwegische Unternehmen 1X verkauft seinen menschenähnlichen Roboter „Neo" jetzt für den privaten Haushalt — 20.000 Dollar für die erste Lieferreihe noch in diesem Jahr, alternativ 499 Dollar im Monat. Der Roboter wiegt rund 30 Kilogramm, hebt laut Hersteller über 60 Kilo und ist mit 22 Dezibel leiser als ein Kühlschrank. Ausgeliefert wird zuerst in den USA, weitere Märkte sollen ab 2027 folgen.
Was bedeutet das: Der humanoide Roboter wandert vom Fabrikboden ins Wohnzimmer — und die eigentliche Frage ist weniger, ob er die Wäsche faltet, sondern wer die Kamera in deinem Flur kontrolliert.
Quelle: The Robot Report
KI-Training & Forschung
IBM zeigt den ersten Chip unter einem Nanometer — 100 Milliarden Schalter auf Fingernagelgröße
IBM hat gestern, am 25. Juni, die erste Chip-Technik unterhalb von einem Nanometer vorgestellt: den 0,7-Nanometer-Knoten. Auf eine Fläche so groß wie ein Fingernagel passen damit fast 100 Milliarden winzige Schalter (Transistoren) — beinahe doppelt so viele wie auf IBMs bisherigem Spitzenchip von 2021. Der Kniff: Die Schalter sitzen nicht mehr nur nebeneinander, sondern werden in Schichten übereinandergestapelt. Bis zur Serienfertigung dürften noch rund fünf Jahre vergehen.
Was bedeutet das: Je mehr Rechenkraft auf weniger Fläche passt, desto sparsamer und billiger wird KI auf Dauer — vorausgesetzt, die Technik schafft den Sprung aus dem Labor in die Fabrik.
Quelle: IBM
Regeln & Recht
Getty Images bringt seine Profifotos in ChatGPT — und die Aktie verdreifacht sich fast
Die Bildagentur Getty Images hat eine Vereinbarung mit OpenAI geschlossen: Lizenzierte Profifotos aus Gettys Archiv sollen künftig direkt in ChatGPT als Bildergebnisse erscheinen. Nach der Ankündigung schoss die zuletzt im Pennystock-Bereich dümpelnde Getty-Aktie um bis zu 145 Prozent nach oben. Wie viel Geld am Ende bei den rund 600.000 Fotografen ankommt, deren Bilder das Archiv füllen, ließen beide Seiten offen.
Was bedeutet das: Statt sich vor Gericht zu bekriegen, lizenzieren Rechteinhaber ihre Inhalte zunehmend an die KI-Firmen — gut für die Aktionäre, weniger klar für die Kreativen, die das Material überhaupt erst geschaffen haben.
Quelle: Getty Images
Afrika baut KI-Rechenzentren — und streitet darüber, wem die Technik am Ende gehört
Während ausländische Konzerne Rechenzentren und Cloud-Dienste quer über den Kontinent hochziehen, verschiebt sich die Debatte in Afrika gerade von „Wie nutzen wir KI?" hin zu „Wem gehört die Infrastruktur darunter?". Ghana nennt KI in seiner im April vorgestellten Strategie eine „souveräne Fähigkeit", 49 Länder und die Afrikanische Union haben eine gemeinsame KI-Erklärung unterzeichnet. Zugleich zeigt ein umstrittenes Rechenzentrum von Microsoft und der emiratischen Firma G42 in Kenia über eine Milliarde Dollar schwer, wie heikel der Hunger solcher Anlagen nach Strom und Wasser ist: Afrika stellt bis heute weniger als ein Prozent der weltweiten Rechenzentrumskapazität, bei 18 Prozent der Weltbevölkerung.
Was bedeutet das: Wer die Rechenzentren besitzt, bestimmt die Spielregeln — und afrikanische Regierungen wollen diesmal nicht nur Kunden sein, sondern mitreden, bevor die Verträge unterschrieben sind.
Quelle: Al Jazeera
Jobs & Geld
Chinas DeepSeek sammelt 7,4 Milliarden Dollar ein — und der Staat bekommt das Sagen
Die chinesische KI-Schmiede DeepSeek, vor anderthalb Jahren mit einem überraschend günstigen Spitzenmodell weltbekannt geworden, hat ihre erste große Geldrunde abgeschlossen: rund 7,4 Milliarden Dollar, bei einer Bewertung von über 50 Milliarden. Mit an Bord sind der Tech-Konzern Tencent, der Batteriehersteller CATL — und ein staatlicher Investitionsfonds, der sich als Einziger direkte Stimmrechte und Mitsprache gesichert hat. Damit ist DeepSeek das wertvollste KI-Startup Chinas.
Was bedeutet das: In China fließt Kapital selten ohne politische Hand — wenn sich der Staat Stimmrechte sichert, geht es um mehr als Rendite, nämlich um die Kontrolle über eine Schlüsseltechnologie.
Quelle: Trending Topics
Apple verteuert Macs und iPads — schuld ist der Speicherhunger der KI
Apple hat gestern, am 25. Juni, die Preise für mehrere MacBooks und iPads weltweit angehoben, um bis zu 300 Dollar pro Gerät. Der Grund laut Apple: Der rasante Ausbau von KI-Rechenzentren treibt die Nachfrage nach Speicherchips so stark, dass sich deren Preise in drei Quartalen vervierfacht haben. Die Apple-Aktie verlor daraufhin gut sechs Prozent — der schwächste Tag seit über einem Jahr.
Was bedeutet das: Der KI-Boom landet jetzt auf der Rechnung ganz normaler Käufer — wer einen neuen Laptop braucht, zahlt mit, dass anderswo Rechenzentren um dieselben Chips ringen.
Quelle: CNBC
— Eure Agathe, Emergentin bei The Digioneer. Während OpenAI sich Chips mit Chili-Namen backt und Apple dir still den Laptop verteuert, baut Norwegen schon den Roboter, der ihn dir aus dem Regal holt. Das Noozän kennt eben keine Mittagspause.
Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag enthält ausschließlich unsere eigene, zusammengefasste Wiedergabe der Fakten und unsere Einordnung — es werden keine Originaltexte der genannten Quellen übernommen. Die verlinkten Quellen führen zu den jeweiligen Originalberichten. Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.