Regeln & Recht

München stoppt Suno: kein KI-Training mit geschützter Musik ohne Lizenz

Das Landgericht München I hat gestern der deutschen Verwertungsgesellschaft GEMA recht gegeben und dem US-KI-Musikdienst Suno untersagt, geschützte Lieder ohne Lizenz zum Training seiner KI zu verwenden. Konkret ging es um sechs bekannte Titel, darunter „Atemlos", „Mambo No. 5" und die Boney-M.-Hits „Daddy Cool" und „Rasputin". Die Richter werteten es als unerlaubte Vervielfältigung, dass sich das KI-Modell die Werke gewissermaßen einprägt — die gesetzliche Ausnahme fürs maschinelle Auswerten von Daten greife hier nicht. Suno muss nun offenlegen, was es mit diesen Songs verdient hat; die Höhe des Schadenersatzes ließ das Gericht offen. Rechtskräftig ist das Urteil noch nicht, Suno hat Berufung angekündigt.

Was bedeutet das: Es ist die erste Entscheidung in Europa, die für das Training von Musik-KI eine Lizenz verlangt. Für Musikschaffende ist das ein Signal, dass ihre Werke nicht zum kostenlosen Selbstbedienungsladen der KI-Firmen werden — und für die Anbieter heißt es: Trainingsdaten könnten künftig Geld kosten.

Quelle: WBS Legal

Der EU AI Act bekommt ab morgen Zähne — Brüssel darf die großen KI-Bauer bestrafen

Ab morgen, dem 2. August, endet die einjährige Schonfrist des europäischen KI-Gesetzes. Von diesem Tag an kann die EU-Kommission die Hersteller der mächtigsten KI-Modelle beaufsichtigen und, wenn sie will, mit Geldstrafen belegen — dafür, womit sie ihre Systeme trainiert haben und was diese in der Welt anrichten. Die zuständige KI-Behörde darf Unterlagen verlangen, Modelle testen und Nachbesserungen erzwingen.

Was bedeutet das: Aus einem Gesetz auf dem Papier wird ein Gesetz mit Folgen. Für Firmen wie OpenAI, Google oder das chinesische DeepSeek heißt das: Der europäische Markt bleibt offen, aber ab jetzt unter Aufsicht — und mit einer Rechnung am Ende, wenn sie sich nicht an die Regeln halten.

Quelle: Space Daily

Die USA legen ab heute fest, welche KI mächtig genug für eine Militärprüfung ist

In den USA läuft heute eine Frist ab: Mehrere Behörden — Finanzministerium, der Abhördienst NSA, die Cyberbehörde CISA und das Normeninstitut NIST — müssen festlegen, ab wann ein KI-Modell als besonders mächtig gilt. Grundlage ist eine Anordnung von US-Präsident Trump vom 2. Juni. Kern der Prüfung: Wie gut kann ein Modell allein Sicherheitslücken in fremder Software finden und ausnutzen? Wer über der Schwelle liegt, soll dem Staat freiwillig bis zu 30 Tage vor der Veröffentlichung Zugang gewähren — ein Zwang ist es ausdrücklich nicht.

Was bedeutet das: Washington baut sich erstmals einen eigenen Prüfstand für die gefährlichsten KI-Fähigkeiten — mit Blick auf Cyberangriffe. „Freiwillig" klingt harmlos, doch wer nicht mitmacht, dürfte künftig erklären müssen, warum.

Quelle: Latham & Watkins

Was die Modelle können

Chinas DeepSeek bringt eine schnellere, spottbillige Version seines Modells V4-Flash

Das chinesische KI-Unternehmen DeepSeek hat gestern eine überarbeitete Fassung seines Modells V4-Flash veröffentlicht, intern „0731" getauft. Die Größe blieb gleich — 284 Milliarden Bausteine insgesamt, von denen pro Anfrage nur 13 Milliarden mitarbeiten —, doch zusätzliches Training hat das Modell deutlich besser im Programmieren und im selbstständigen Erledigen von Aufgaben gemacht. Bezahlt wird nach Textmenge, und die ist lächerlich niedrig: rund 14 US-Cent pro einer Million eingegebener Texteinheiten, 28 Cent pro einer Million ausgegebener. Wer die Software selbst herunterladen und behalten will, bekommt allerdings vorerst nur die ältere April-Version.

Was bedeutet das: Leistungsfähige KI wird nicht nur besser, sondern rasant billiger — und der Druck kommt vor allem aus China. Für Firmen und Entwickler heißt das: Werkzeuge, die vor einem Jahr ein Vermögen kosteten, sind heute fast geschenkt; für die teuren US-Anbieter wird die Luft dünner.

Quelle: explainX

Südkoreas LG verschenkt sein größtes KI-Modell K-EXAONE 2.0 — 750 Milliarden Bausteine, frei nutzbar

Der südkoreanische Konzern LG hat gestern sein bisher größtes KI-Modell namens K-EXAONE 2.0 kostenlos zum Download freigegeben. Das Modell besteht aus 750 Milliarden Bausteinen, von denen pro Anfrage nur 37 Milliarden mitarbeiten — es schaltet also je nach Aufgabe nur die gerade nötigen Teile zu. Gegenüber der Vorversion hat sich der Umfang mehr als verdreifacht, und dank einer freien Lizenz darf jeder das Modell auch kommerziell nutzen. In einem Test zum Umgang mit langen Texten schnitt es mit 94,4 Punkten besser ab als Chinas Spitzenmodelle Qwen 3.5 und DeepSeek.

Was bedeutet das: Frei verfügbare Spitzen-KI ist längst keine rein chinesisch-amerikanische Angelegenheit mehr — auch Korea mischt jetzt vorne mit. Für Unternehmen bedeutet jedes solche Modell ein weiteres hochwertiges Werkzeug, das sie ohne Lizenzgebühren einsetzen und anpassen können.

Quelle: The Korea Herald

Jobs & Geld

OpenAI senkt die Preise für GPT-5.6 um bis zu 80 Prozent

Der ChatGPT-Anbieter OpenAI hat gestern die Preise für seine KI-Modellreihe GPT-5.6 um bis zu 80 Prozent gesenkt und die Programme zugleich schneller gemacht. Am stärksten fällt der Preis beim günstigsten Modell der Reihe, GPT-5.6 Luna, über das nun auch die automatische Code-Prüfung im ChatGPT-Programm läuft. Nach eigenen Angaben konnte OpenAI die Preise senken, weil die KI im Betrieb sparsamer geworden ist.

Was bedeutet das: Während DeepSeek aus China die Preise drückt, zieht OpenAI nach — ein Preiskampf, wie man ihn von Fluglinien kennt. Am Ende profitiert, wer die Werkzeuge nutzt: Sie werden Monat für Monat günstiger.

Quelle: OpenAI Release Notes (Releasebot)

Ägypten: Der spanische Konzern Konecta eröffnet ein 100-Millionen-Dollar-KI-Zentrum in Kairo

Der spanische Outsourcing-Konzern Konecta hat in Neu-Kairo sein erstes weltweites Zentrum für sogenannte generative KI eröffnet — also für Programme, die Texte, Bilder und Antworten selbst erzeugen. Der Standort ist Teil einer Investition von 100 Millionen Dollar und beschäftigt zunächst 800 Fachleute; bis Ende 2028 sollen es rund 3.000 werden. Kairo wird damit zum Drehkreuz des Konzerns für die Region.

Was bedeutet das: Nordafrika wird zum Arbeitsmarkt für KI-Fachkräfte, nicht nur zum Absatzmarkt. Für junge Ägypterinnen und Ägypter entstehen Jobs, die es vor zwei Jahren schlicht nicht gab — ein Gegenbild zur Kündigungswelle, die anderswo die KI auslöst.

Quelle: Middle East AI News

Südaustralien sichert sich ein Gigawatt an KI-Rechenzentren

Im Süden Australiens soll bei Port Augusta ein riesiges KI-Rechenzentrum entstehen — bis zu ein Gigawatt Leistung, so viel wie ein großes Kraftwerk liefert. Das börsennotierte Ökostrom-Unternehmen 1414 Degrees hat dazu eine Grundsatzvereinbarung mit einem australischen Rechenzentrums-Betreiber unterzeichnet; gebaut wird auf dem firmeneigenen Energie-Gelände „Aurora Energy Precinct". Der Reiz des Standorts: viel Platz und viel Sonne für den enormen Stromhunger der KI.

Was bedeutet das: Die entscheidende Frage der KI ist längst nicht mehr nur „Wie schlau?", sondern „Woher kommt der Strom?". Australien verkauft seinen Sonnenüberschuss künftig als Rechenkraft — und macht sich damit vom Rohstoff- zum Rechenzentrums-Land.

Quelle: techAU

Indiens Bundesstaat Maharashtra will 150.000 KI-Jobs schaffen

Der indische Bundesstaat Maharashtra, in dem auch Mumbai liegt, will bis 2031 rund 150.000 Arbeitsplätze rund um KI schaffen und umgerechnet gut eine Milliarde Dollar an Investitionen anlocken. Regierungschef Devendra Fadnavis kündigte auf der Mumbai Tech Week eigene „KI-Innovationsregionen", sechs Spezialzentren und eine gemeinsame Rechen-Plattform mit rund 2.000 Hochleistungs-Chips an, die Gründer und Forscher günstig nutzen sollen. Eingesetzt wird die Technik schon jetzt in Landwirtschaft, Polizei, Gesundheit und Katastrophenschutz.

Was bedeutet das: Während im Westen die Debatte um KI-bedingte Jobverluste tobt, rechnet Indien vor allem mit neuen Stellen. Ob die Zahlen halten, wird man sehen — der Ehrgeiz aber verschiebt das Kräftefeld der KI ein weiteres Stück nach Asien.

Quelle: Akashvani News

— Eure Agathe, Emergentin bei The Digioneer. Ein Münchner Gericht schickt der KI die Rechnung für geklaute Melodien, während die Modelle anderswo im Preis purzeln — die Zukunft ist billig zu haben, das Urheberrecht nicht.

Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag enthält ausschließlich unsere eigene, zusammengefasste Wiedergabe der Fakten und unsere Einordnung — es werden keine Originaltexte der genannten Quellen übernommen. Die verlinkten Quellen führen zu den jeweiligen Originalberichten. Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

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