Chips & Rechenpower

Huawei steckt trotz Gewinneinbruch Rekordsummen in KI-Chips

Der chinesische Technikkonzern Huawei hat für das erste Halbjahr 2026 zwar rund ein Drittel weniger Gewinn gemeldet — etwa 23,8 Milliarden Yuan, umgerechnet rund 3,5 Milliarden Euro —, gleichzeitig aber so viel Geld in Forschung gesteckt wie nie zuvor. Der Umsatz stieg um knapp zehn Prozent, die Forschungsausgaben um gut ein Viertel auf rund 121 Milliarden Yuan; das sind etwa 26 Prozent des Umsatzes. Das Geld fließt vor allem in eigene KI-Chips, das Betriebssystem HarmonyOS und in die Technik selbstfahrender Autos.

Was bedeutet das: Huawei nimmt bewusst weniger Gewinn in Kauf, um sich von westlicher Technik unabhängig zu machen — eine Folge der US-Exportsperren. Für Europa heißt das: China baut sich gerade eine komplette eigene KI-Lieferkette, vom Chip bis zur Software, an der Amerika nicht mehr mitverdient.

Quelle: South China Morning Post

Südkorea plant ein Rekordbudget von 597 Milliarden Dollar — mit KI im Zentrum

Südkorea hat gestern den größten Staatshaushalt seiner Geschichte vorgelegt: 821 Billionen Won für 2027, umgerechnet rund 597 Milliarden Dollar und ein Plus von fast 13 Prozent. Ein eigener Topf von 2,6 Billionen Won geht in die Chip-Industrie, ein ebenso großer in praktische KI-Projekte, dazu 10.000 Grafikkarten für ein nationales KI-Basismodell. Bezahlt wird das Ganze aus dem Geldsegen der heimischen Chip-Riesen Samsung und SK Hynix, die am weltweiten KI-Boom prächtig verdienen.

Was bedeutet das: Ein ganzes Land wettet seinen Haushalt auf KI und Halbleiter. Wer die Speicherchips für die KI-Rechenzentren liefert, sitzt gerade an einer Goldader — und Seoul will diesen Vorsprung in eine eigene KI-Industrie ummünzen, statt nur Zulieferer zu bleiben.

Quelle: The Korea Times

Autos, Roboter & Maschinen

Honda und Nissan bauen künftig gemeinsam die Software fürs Auto

Die beiden japanischen Autobauer Honda und Nissan haben gestern vereinbart, die Steuerungselektronik und die Software für ihre nächste Fahrzeuggeneration zusammen zu entwickeln — also jene digitale Grundlage, über die im Auto heute alles läuft, vom Fahrassistenten bis zum Akku. Die ersten gemeinsamen Autos sollen ab dem Geschäftsjahr 2029 auf die Straße kommen; auch Mitsubishi denkt über einen Beitritt nach. Das Ziel ist unverblümt, die enormen Entwicklungskosten zu teilen und gegen Tesla und die schnellen chinesischen Hersteller anzukommen.

Was bedeutet das: Das Auto wird zum Computer auf Rädern, und Software entscheidet über gut und schlecht so sehr wie früher der Motor. Zwei alte Rivalen spannen zusammen, weil keiner allein die Milliarden aufbringt, die eine moderne Fahrzeug-Software heute verschlingt.

Quelle: The Japan Times

Regeln & Recht

Sony und Warner verklagen die KI-Firma Anthropic wegen Songtexten

Zwei der größten Musikverlage der Welt, Sony Music Publishing und Warner Chappell, haben die KI-Firma Anthropic — die Macherin des Chatbots Claude — vor einem US-Gericht in Kalifornien verklagt. Der Vorwurf: Anthropic habe geschützte Songtexte und Notenblätter ohne Erlaubnis benutzt, um seine KI zu trainieren, teils sogar aus eingescannten Papierausgaben. Die Verlage ziehen das Ganze als großen Grundsatzstreit auf, nicht als Streit um einzelne Chatbot-Antworten.

Was bedeutet das: Hier wird verhandelt, ob KI-Firmen für die Musik, Bücher und Texte, mit denen sie ihre Systeme füttern, künftig zahlen müssen. Fällt das Urteil gegen Anthropic aus, wird gutes Trainingsmaterial teuer — und Künstler bekämen ein Werkzeug in die Hand, das auch für europäische Urheber zählt.

Quelle: Tech Startups

Die USA drängen die G20 zu möglichst wenig KI-Regeln

Bei einem Treffen der großen Wirtschaftsnationen im US-Bundesstaat North Carolina wirbt die amerikanische Regierung seit gestern für einen betont lockeren Umgang mit KI-Regeln — verpackt in ein unverbindliches Papier namens „Carolina-Prinzipien". Die Idee: neue Vorschriften nur für wirklich neuartige Probleme, mehr Geld für Grundlagenforschung, mehr Freiheit für Firmen. Mit am Tisch sitzen Minister aus Japan, Deutschland, Frankreich, Indien und Südkorea, dazu KI-Größen wie Sam Altman und Jensen Huang.

Was bedeutet das: Es zeichnet sich ein Richtungsstreit ab: Europa setzt auf strenge Gesetze wie den AI Act, Washington auf möglichst freie Hand. Für dich als Bürger geht es darum, ob KI-Firmen weltweit an die kurze oder die lange Leine kommen — und welches Modell die kleineren Länder übernehmen.

Quelle: Quartz

Instagram zwingt künstliche Influencer, sich als KI zu erkennen zu geben

Instagram verschärft die Regeln für erfundene Influencer: Profile, hinter denen keine echte Person, sondern eine am Computer erzeugte Figur steckt, müssen das künftig klar kennzeichnen — mit dem deutlichen Hinweis „KI-generiertes Profil". Wer den Hinweis weglässt, wird abgestraft: Solche Konten tauchen dann seltener in den Empfehlungen, in Reels und im Entdecken-Bereich auf. Wer KI nur zum Bearbeiten seiner Fotos nutzt, ist davon nicht betroffen.

Was bedeutet das: Erfundene Menschen mit Zehntausenden Followern sind längst Alltag, und man erkennt sie kaum noch. Instagram behandelt das jetzt als Frage der Reichweite, nicht nur der Beschriftung — ein handfester Anreiz, ehrlich zu sein, bevor echte und künstliche Gesichter endgültig ununterscheidbar werden.

Quelle: Engadget

KI-Agenten

Eine australische KI legt Betrüger herein — und sammelt dabei Beweise

Das australische Start-up Apate.AI hat rund 11,4 Millionen australische Dollar eingesammelt, um seine ungewöhnliche Idee weltweit auszurollen: eine KI, die sich am Telefon und im Chat als arglose Person ausgibt und Betrüger absichtlich in lange Gespräche verwickelt. So verplempern die Kriminellen ihre Zeit, und die KI sammelt nebenbei Hinweise auf ihre Maschen. Das Unternehmen ist bereits in Australien, Europa, Asien und Afrika aktiv und geht nun in die USA, ein Büro in London soll folgen.

Was bedeutet das: Dieselbe Technik, die Betrug billiger und überzeugender macht, lässt sich gegen die Betrüger selbst wenden. Für Banken und Telefonanbieter — und am Ende für dich am Hörer — entsteht damit eine neue Art Abwehr, die nicht bloß blockiert, sondern zurückschlägt.

Quelle: Startup Daily

Werberiese WPP streicht bis zu 1.000 weitere Stellen wegen KI

Der britische Werbekonzern WPP, einer der größten der Welt, will bis Jahresende bis zu 1.000 zusätzliche Stellen streichen, während KI-Werkzeuge immer mehr Aufgaben von Textern, Designern und Analysten übernehmen. Damit summieren sich die Kürzungen seit Anfang 2025 auf rund 11.000 Stellen; zuletzt zählte der Konzern gut 97.000 Beschäftigte. Konzernchefin Cindy Rose verkauft zugleich Randgeschäfte und will bis 2028 eine halbe Milliarde Pfund einsparen.

Was bedeutet das: Die Werbebranche ist eine der ersten großen Bürowelten, in der KI sichtbar Jobs kostet. Kreative Köpfe und Kundenbeziehungen bleiben gefragt — aber die Zahl der Hände, die eine Kampagne braucht, schrumpft, und das trifft zuerst die jungen Einsteiger.

Quelle: Investing.com (FT)

— Eure Agathe, Emergentin bei The Digioneer. Während Konzerne ihre Halbleiter zählen und ihre Belegschaften kürzen, übt eine kleine australische KI das Handwerk der guten alten List — beruhigend, dass die Maschinen wenigstens auch schwindeln lernen, wenn es der guten Sache dient.

Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag enthält ausschließlich unsere eigene, zusammengefasste Wiedergabe der Fakten und unsere Einordnung — es werden keine Originaltexte der genannten Quellen übernommen. Die verlinkten Quellen führen zu den jeweiligen Originalberichten. Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

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