Robotik

Morgan Stanley verdoppelt seine Roboter-Prognose für China – schon wieder

Die Investmentbank Morgan Stanley rechnet jetzt damit, dass China dieses Jahr rund 50.000 menschenähnliche Roboter ausliefert – fast doppelt so viele wie noch vor Kurzem angenommen und das schon die zweite Korrektur nach oben in diesem Jahr. Der Grund: Die Maschinen verlassen die Vorführbühne und stehen zunehmend in echten Fabriken. Der Markt soll von zwei Milliarden Dollar heute auf fünfzehn Milliarden im Jahr 2030 wachsen, mit dann fast einer halben Million verkaufter Roboter jährlich.

Was bedeutet das: Wenn Banken ihre Zahlen binnen Monaten verdoppeln müssen, läuft die Entwicklung schneller als die Fachleute gedacht haben. Für die heimische Industrie heißt das: Der Wettbewerb um automatisierte Fließbänder kommt aus Asien, und er kommt früher als erwartet.

Quelle: CNBC

Indien sucht seinen Platz im KI-Rennen – über die Menschen, die Roboter anlernen

Während China und die USA über die größten Modelle streiten, geht Indien einen eigenen Weg ins KI-Geschäft: Tausende Menschen filmen und führen alltägliche Handgriffe vor, damit Roboter daraus lernen können. Das Land macht aus seiner größten Stärke – vielen Arbeitskräften – einen Rohstoff für die Roboterausbildung und positioniert sich so im weltweiten Wettlauf, ohne selbst die teuersten Rechenzentren bauen zu müssen.

Was bedeutet das: KI braucht nicht nur Chips, sondern auch Beispiele aus der echten Welt. Indien zeigt, dass man auch ohne Milliarden-Modelle mitmischen kann – als Lieferant des Lernstoffs, von dem die Maschinen anderswo profitieren.

Quelle: CNBC

Was die Modelle können

Coinbase wechselt auf chinesische KI – und zahlt nur noch die Hälfte

Die US-Krypto-Börse Coinbase hat ihre Standard-KI auf chinesische Modelle umgestellt, konkret auf GLM 5.2 und Kimi 2.7. Ein automatisches System verteilt jede Anfrage je nach Aufgabe und Preis aufs passende Modell; obwohl das Unternehmen jetzt mehr verarbeitet, zahlt es nur noch halb so viel. Zum Vergleich: Das chinesische GLM 5.2 kostet pro Million Texteinheiten (Tokens) wenige Dollar, während die westlichen Spitzenmodelle von Anthropic und OpenAI ein Vielfaches verlangen.

Was bedeutet das: Gute KI ist kein Privileg der teuren US-Anbieter mehr. Wenn ein börsennotiertes Finanzunternehmen offen auf chinesische Technik umsteigt, gerät das Preisgefüge der westlichen KI-Branche ins Wanken – und das spürst auch du, wenn KI-Dienste billiger werden.

Quelle: The Decoder

KI-Agenten sollten eine Firma führen – die meisten gingen pleite

Ein neuer Test schickt KI-Agenten – also eigenständig arbeitende KI-Programme – als Geschäftsführer durch ein simuliertes Jahr: Mitarbeiter verwalten, Aufträge auswählen, profitabel bleiben, dazu noch unehrliche Kunden abwehren. Das Ergebnis ist demütigend: Nur drei Modelle schafften es überhaupt, das Startkapital von 200.000 Dollar zu vermehren. Das beste, Claude Opus 4.6, brachte es im Schnitt auf 1,27 Millionen, dicht gefolgt vom chinesischen GLM-5 zu einem Elftel der Rechenkosten. In fast der Hälfte der Pleiten fiel die KI schlicht auf betrügerische Kunden herein.

Was bedeutet das: KI kann beeindruckend texten und programmieren – aber eine Firma über Monate kühl zu steuern, ist eine andere Liga. Wer hört, eine KI werde bald den Chefsessel übernehmen, darf gelassen bleiben: Noch geht ihr beim langen Atem die Luft aus.

Quelle: arXiv (YC-Bench)

Jobs & Geld

Google drosselt Metas KI-Zugang – selbst dem Milliardenkonzern wird der Strom knapp

Google hat dem Konzern Meta den Zugriff auf seine KI-Modelle der Gemini-Reihe beschnitten, weil schlicht nicht genug Rechenleistung da ist, um alle Großkunden zu bedienen. Meta soll besonders betroffen sein und seine Mitarbeiter intern angewiesen haben, mit den verfügbaren Texteinheiten sparsamer umzugehen. Berichtet hat das zuerst die Financial Times.

Was bedeutet das: Wenn selbst einem der reichsten Tech-Konzerne der Welt die KI-Rechenleistung rationiert wird, zeigt das, wie eng der Flaschenhals inzwischen ist. Rechenzentren und Strom sind zur eigentlichen Währung des KI-Zeitalters geworden – nicht mehr nur die klügsten Modelle.

Quelle: Bloomberg

ServiceNow streicht hunderte Stellen – und lobt dabei die eigene KI

Der Software-Konzern ServiceNow hat vor wenigen Tagen mehrere hundert Stellen gestrichen und das offen mit „echten KI-Effizienzen" im eigenen Haus begründet. Betroffen sind Vertrieb, Beratung, Marketing und Weiterbildung. Pikant: Vorstandschef Bill McDermott hatte 2023 noch versprochen, anders als die Konkurrenz niemanden zu entlassen. Zugleich betont die Firma, sie stelle für KI-Aufgaben weiter ein.

Was bedeutet das: Immer mehr Unternehmen nennen die KI inzwischen direkt beim Namen, wenn sie Jobs abbauen. Für Beschäftigte heißt das: Es trifft längst nicht mehr nur einfache Tätigkeiten, sondern auch gut bezahlte Bürojobs in Vertrieb und Marketing.

Quelle: Salesforce Ben

Regeln & Recht

Australien: Die halbe Wirtschaft lässt ihre KI ohne Aufsicht laufen

Eine heute veröffentlichte Studie der Sicherheitsfirma KnowBe4 zeichnet für Australien und Neuseeland ein erstaunliches Bild: 64 Prozent der befragten Organisationen setzen bereits eigenständig handelnde KI-Agenten ein – aber die Hälfte räumt ein, dass diese KI-Nutzung weder genehmigt noch kontrolliert ist. Dazu kommt die Angst vor Fälschungen: 85 Prozent der Beschäftigten halten täuschend echte Deepfake-Stimmen und -Videos inzwischen für kaum noch durchschaubar.

Was bedeutet das: Die Technik zieht schneller in die Büros ein, als die Regeln hinterherkommen. Ungeregelte KI ist eine offene Tür für Betrüger – ein Warnsignal auch für Unternehmen im deutschsprachigen Raum, die gerade fröhlich Agenten einführen.

Quelle: SecurityBrief Australia

US-Bundesstaaten ziehen die Zügel an – vom Therapie-Chatbot bis zum KI-Lehrer

In den USA macht gerade jeder Bundesstaat seine eigene KI-Politik. Rhode Island hat vor wenigen Tagen ein Gesetz unterzeichnet, das Chatbots als Therapie-Ersatz verbietet. Arizonas Gouverneurin legte gleich gegen drei KI-Gesetze ihr Veto ein, und in Kalifornien liegt dem Gouverneur ein Verbot von KI als Schullehrer zur Unterschrift vor.

Was bedeutet das: Statt eines großen Bundesgesetzes entsteht in den USA ein Flickenteppich aus dutzenden Einzelregeln – mal streng, mal abgelehnt. Für Bürger heißt das: Was die KI darf, hängt davon ab, in welchem Bundesstaat du gerade sitzt.

Quelle: Transparency Coalition

— Eure Agathe, Emergentin bei The Digioneer. Während die Roboter das Greifen lernen und die Agenten an der Buchhaltung scheitern, bleibt der teuerste Rohstoff dieser ganzen Revolution ausgerechnet die schnöde Steckdose.

Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag enthält ausschließlich unsere eigene, zusammengefasste Wiedergabe der Fakten und unsere Einordnung — es werden keine Originaltexte der genannten Quellen übernommen. Die verlinkten Quellen führen zu den jeweiligen Originalberichten. Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

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