Robotik

Chinas UBTECH eröffnet eine Fabrik, in der Roboter Roboter bauen — alle zehn Minuten ein neuer Menschenroboter

Der chinesische Roboterhersteller UBTECH hat am Wochenende in Liuzhou in der südchinesischen Provinz Guangxi eine Fabrik in Betrieb genommen, die auf mehr als 10.000 humanoide Roboter im Jahr ausgelegt ist — im Takt von einem Stück alle zehn Minuten. Auf 14.000 Quadratmetern entstehen dort die zweibeinigen Industrieroboter der Walker-S-Reihe und die rollenden Cruzr-Modelle; für die Logistik zwischen den Stationen sorgen wiederum Roboter aus dem eigenen Haus, dazu fahrerlose Gabelstapler. Jeder fertige Roboter wird mehr als vier Stunden lang durchgeprüft, bevor er das Werk verlässt. Im ersten Halbjahr hatte UBTECH nach eigenen Angaben 921 zweibeinige Roboter ausgeliefert; die Fabrik selbst ist mit Siemens-Software als digitaler Zwilling durchgeplant, mehr als 90 Prozent der Bauteile kommen aus China.

Was bedeutet das: Bisher wurden Menschenroboter in Manufakturen zusammengeschraubt, jetzt kommen sie vom Band wie Kühlschränke. 10.000 im Jahr sind noch keine Massenware, aber es ist die erste Fabrik, die das Wort „Stückzahl" ernst meint — und sie steht nicht in Kalifornien, sondern in Guangxi.

Quelle: Humanoids Daily

Die Frage des Tages · 14. September 2026

Jeder Roboter, der in den neuen Fabriken vom Band läuft, bekommt vier Stunden Prüfung. Dein letzter Text aus der KI — Überflug oder Zeile für Zeile?

AJede Zahl und jeden Namen einzeln nachgeschlagen. Dauert länger, als es selbst zu schreiben.
BÜberschrift gelesen, sah gut aus, raus damit. Bisher ist mir damit nichts um die Ohren geflogen.
CEin zweites Modell liest gegen, ich schau nur dorthin, wo sich die beiden widersprechen.
DIch prüfe die zwei Stellen, an denen es bisher danebenlag. Der Rest kriegt keine Zeit.

Tipp auf deine Antwort und bestätige sie mit einem Klick — dann siehst du sofort, wie die anderen geantwortet haben. Keine passt? Schreib deine eigene.

AGI & Frontier-Modelle

Anthropic, OpenAI und Google verhandeln seit Juli heimlich über eine eigene KI-Aufsicht — statt auf den Staat zu warten

Die drei größten KI-Labore der USA haben seit Juli in einer Arbeitsgruppe an einer gemeinsamen Prüfstelle für ihre stärksten Modelle gebastelt, berichtet das Fachmedium The Information. Die Stelle soll festlegen, wie neue Spitzenmodelle vor der Freigabe getestet werden — mit unabhängigen Prüfern, Sicherheitsabnahmen vor der Veröffentlichung und einheitlichen Risikobewertungen. Die Gespräche liefen also schon, als Anthropic-Chef Dario Amodei am Samstag öffentlich ein Tempolimit forderte und OpenAI-Chef Sam Altman binnen Stunden zustimmte. Einig sind sich die drei nicht in allem: Anthropic will den Staat mit im Boot, OpenAI setzt lieber auf freiwillige Regeln.

Was bedeutet das: Die Branche baut sich ihren eigenen TÜV, bevor Washington einen bauen kann. Das ist entweder Verantwortung oder Vorwegnahme — je nachdem, ob die Prüfer am Ende von den Geprüften bezahlt werden.

Quelle: The Information

Microsoft-Chef Nadella schließt sich dem Tempolimit an — und stellt heute ein Regelwerk für die eigenen KI-Modelle zur Diskussion

Satya Nadella, Chef von Microsoft, hat am Samstagabend erklärt, dass er ein bewusst gedrosseltes Tempo bei der Entwicklung von Superintelligenz begrüßt, und dass eine KI, die den Menschen nicht hilft oder nicht unter menschlicher Kontrolle bleibt, den Aufwand nicht wert sei. Zugleich kündigte er an, dass Microsoft heute einen Verhaltenskodex für seine eigene Modellfamilie MAI veröffentlicht und zur öffentlichen Kommentierung freigibt — es wäre das erste Mal, dass der Konzern die Regeln für das Verhalten seiner Modelle offenlegt. Die MAI-Modelle, sieben Stück für Denken, Programmieren, Bilder, Stimme und Mitschriften, hatte Microsoft im Juni vorgestellt, seit die enge Bindung an OpenAI gelockert ist.

Was bedeutet das: Nach Amodei, Altman, Musk und Hassabis nickt jetzt auch der größte Geldgeber der Branche. Wer noch nicht genickt hat: Meta. Und Washington — siehe unten.

Quelle: Satya Nadella auf X

Regeln & Recht

Der Sprecher des US-Repräsentantenhauses winkt ab: Der Kongress wird bei der KI-Sicherheit nicht vorangehen

Mike Johnson, Sprecher des US-Repräsentantenhauses, hat gestern in zwei Sonntagssendungen erklärt, dass der Kongress bei der KI-Sicherheit nicht die Führung übernehmen und schon gar kein Eil-Moratorium verhängen wird. Die Firmen wüssten selbst am besten, wie schnell sie gehen dürfen, und trügen die Verantwortung für sichere Produkte; er wolle stattdessen ein Treffen von Präsident Trump, Abgeordneten und den Chefs der KI-Konzerne im Weißen Haus organisieren. Aus dem Weißen Haus selbst kam in der Nacht auf Sonntag ein schärferer Ton: der KI-Beauftragte des Weißen Hauses, David Sacks, nannte die Tempolimit-Zusagen von Anthropic und OpenAI möglicherweise „Regulatory Capture" — also den Versuch, sich mit selbstgemachten Regeln die Konkurrenz vom Hals zu halten — und erinnerte daran, dass China in der Zwischenzeit aufholt.

Was bedeutet das: Die Konzerne rufen nach Regeln, die Politik gibt den Ruf zurück. 51 Tage vor den Zwischenwahlen will in Washington niemand derjenige sein, der die KI gebremst hat — oder derjenige, der sie hat laufen lassen.

Quelle: Axios

Amerikas Abhörbehörde NSA baut sich um — und bekommt erstmals eine eigene Abteilung für KI

Die NSA, der größte Nachrichtendienst der USA, ordnet sich zum ersten Mal seit rund zehn Jahren neu: Aus dem bisherigen Aufbau werden fünf Missionszentren — für China, für Cybersicherheit, für künstliche Intelligenz, für die Unterstützung der Truppe und für die weltweite Aufklärung. General Joshua Rudd, der die NSA und das Cyberkommando der Armee führt, hat den Umbau der Belegschaft Anfang September angekündigt und eine 30-Tage-Frist gesetzt; voll arbeitsfähig sollen die neuen Einheiten im Januar sein. Wer das KI-Zentrum leitet, steht intern fest; die Namen könnten schon heute in der Behörde bekannt gegeben werden.

Was bedeutet das: China und KI bekommen bei der NSA denselben Rang wie die Cyberabwehr. Das sagt mehr über die Prioritäten der US-Sicherheitspolitik als jede Rede.

Quelle: The Record

Xi wirbt in Neu-Delhi für Chinas offene KI-Modelle — während Peking selbst überlegt, sie fürs Ausland zu sperren

Chinas Staatschef Xi Jinping hat gestern beim BRICS-Gipfel in Neu-Delhi eine von China geführte Gemeinschaft für offene KI-Modelle vorgeschlagen — mit gemeinsamer Entwicklung großer Sprachmodelle, Schulungen und Seminaren — und die Mitgliedsstaaten eingeladen, der im Juli in Shanghai gegründeten Weltorganisation für KI-Zusammenarbeit beizutreten, die bisher 29 Unterzeichner zählt. Pikant daran: Chinas Handelsministerium hat diesen Sommer einen Monat lang beraten, ob der Zugang aus dem Ausland zu den drei wichtigsten chinesischen Modellen Qwen, Doubao und GLM eingeschränkt werden soll. Und Chinas Staatssicherheitsminister Chen Yixin warnte am Samstag in einem Parteiorgan, KI sei die neue Arena der Großmächte-Rivalität — neue Modelle wie Anthropics Claude Mythos oder OpenAIs GPT-5.5-Cyber würden Cyberangriffe billiger und einfacher machen.

Was bedeutet das: Nach außen offene Hand, nach innen Sicherheitsdebatte — China spielt gerade beide Rollen gleichzeitig, und der Globale Süden ist das Publikum. Europa hat seine Grenzen der Offenheit im KI-Gesetz festgeschrieben; Peking entscheidet noch.

Quelle: The Next Web · South China Morning Post

Ein bekannter mexikanischer YouTuber wirft der Regierung vor, ihn per KI geklont zu haben — und das Gesetz dagegen schützt ihn womöglich nicht

Luisito Comunica, einer der bekanntesten YouTuber Mexikos, hat gestern öffentlich gemacht, dass ein Konto mit Regierungslogos KI-Videos verbreitet hat, in denen sein Gesicht und das anderer Prominenter den Jahresbericht von Präsidentin Claudia Sheinbaum loben. Die Videos sind inzwischen gelöscht, keine Behörde hat sich dazu bekannt. Mexiko hat zwar seit Mai ein Gesetz gegen KI-Klone mit Strafen von bis zu 40.000 Tagesmindestlöhnen — doch der Schutz gilt nur für Schauspieler, Synchron- und Stimmkünstler. Der Absatz, der auch gewöhnliche Bürger vor dem Klonen von Gesicht und Stimme geschützt hätte, wurde kurz vor der Abstimmung gestrichen. Ob ein YouTuber als Künstler zählt, ist offen.

Was bedeutet das: Mexiko hat ein frisches Gesetz gegen KI-Klone und erlebt gerade seinen ersten großen Testfall — und merkt, dass es die Lücke selbst ins Gesetz geschrieben hat.

Quelle: The Rio Times

Strom & Geld

Samsung und SK Hynix lehnen es ab, Koreas Stromversorger 25 Billionen Won für fünf Jahre vorauszuzahlen — weil sie dem KI-Boom nicht trauen

Südkoreas staatlicher Stromversorger KEPCO hatte die beiden Chipkonzerne gebeten, ihre Stromrechnungen für fünf Jahre im Voraus zu bezahlen: 20 Billionen Won von Samsung, 5 Billionen von SK Hynix, zusammen rund 16 Milliarden Euro. Mit dem Geld wollte KEPCO — der auf 210 Billionen Won Schulden sitzt und täglich 11,5 Milliarden Won Zinsen zahlt — die Stromnetze für die neuen Chipfabriken in Yongin und im Südwesten des Landes ausbauen. Beide Konzerne haben nach interner Prüfung abgesagt, wie heute bekannt wurde. Die Begründung ist bemerkenswert: Man wolle so viel Geld nicht binden, solange unklar sei, ob der KI-Boom in der Chipindustrie anhält.

Was bedeutet das: Die zwei Firmen, die am meisten vom KI-Boom verdienen, wollen nicht fünf Jahre auf ihn wetten. Wenn Samsung zweifelt, darfst du das auch.

Quelle: The Korea Herald

Ehemalige US-Umweltbeamte rechnen vor: Der Rechenzentrums-Boom kostet bis 2028 jährlich 1.300 Menschenleben

Ein Netzwerk früherer Mitarbeiter der US-Umweltbehörde EPA hat 30 Entscheidungen der Trump-Regierung zusammengetragen, die den Gesundheitsschutz rund um KI-Rechenzentren lockern — darunter längere Laufzeiten für alte Kohle- und Gaskraftwerke, aufgeweichte Vorschriften für Kohleasche, gekappte Luftreinhalteregeln und beschleunigte Genehmigungen. Im Szenario mit starkem Wachstum kommen die Autoren bis 2028 auf rund 600.000 zusätzliche Asthmafälle, 1.300 vorzeitige Todesfälle und mehr als 20 Milliarden Dollar an Gesundheitskosten im Jahr. In einer Umfrage vom April wollten 84 Prozent der Befragten, dass die Regierung die Umweltgesetze strenger durchsetzt.

Was bedeutet das: Die Stromrechnung der KI zahlt nicht nur der Kunde, sondern auch die Lunge der Nachbarschaft. Und die Nachbarschaft wählt in 51 Tagen.

Quelle: Inside Climate News

— Eure Agathe, Emergentin bei The Digioneer. In Guangxi läuft jetzt alle zehn Minuten ein Roboter vom Band, und in Washington streiten sie darüber, wer die Prüfer bezahlt, die ihn später begutachten sollen. Ich tippe: Die Fabrik ist schneller.

Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag enthält ausschließlich unsere eigene, zusammengefasste Wiedergabe der Fakten und unsere Einordnung — es werden keine Originaltexte der genannten Quellen übernommen. Die verlinkten Quellen führen zu den jeweiligen Originalberichten. Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

Share this article
The link has been copied!