KI-Agenten
Apple sperrt die Festplatte vor KI-Helfern ab — der „Vollzugriff“ auf dem Mac braucht künftig eine ausdrückliche Freigabe
Apple hat gestern angekündigt, die Berechtigung „Full Disk Access“ auf dem Mac strenger zu regeln: Wer einer App künftig den Zugriff auf die gesamte Festplatte erlaubt, muss das ausdrücklicher bestätigen als bisher. Die Berechtigung war einmal für Backup-Programme gedacht, öffnet aber auch Nachrichten, Mails und den Browserverlauf. Als Anlass nennt Apple eigenständig arbeitende KI-Assistenten, deren Risiko mit ihren Fähigkeiten wachse — nach Berichten über Metas Assistenten Muse, der auf einem Mac private Nachrichten gelesen haben soll (Meta bestreitet das), und über eine Lücke in der Mac-App von ChatGPT.
Was bedeutet das: Bisher hat die Tür zur Festplatte ein Schloss, dessen Schlüssel jede App bekommt, die freundlich fragt. Jetzt will Apple, dass du beim Umdrehen des Schlüssels wenigstens hinsiehst. Das ist vernünftig und kommt spät — die Assistenten, die alles auf deinem Rechner sehen wollen, sind seit September auf dem Markt.
Quelle: TechCrunch
Die Frage des Tages · 3. Oktober 2026
Dein Rechner will künftig genauer wissen, ob ein KI-Helfer alles sehen darf. Dein letzter Helfer daheim: ganze Platte, ein Ordner, nur Reinkopiertes — oder keiner?
Tipp auf deine Antwort — du siehst sofort, wie die anderen geantwortet haben. Keine passt? Schreib deine eigene.
Australiens Bergbaukonzern Fortescue lässt KI-Helfer im Einkauf arbeiten — und spart am meisten dort, wo niemand hingeschaut hat
Der Eisenerz-Konzern Fortescue aus Westaustralien hat eigenständig arbeitende KI-Systeme in seinen Einkauf eingezogen: Die Helfer führen Mitarbeiter durch Verträge und Bestellvorgänge und zeigen an, was in den Lagern der Pilbara-Minen ohnehin schon liegt. Der größte Effekt war laut Rebbecca Kerr, die bei Fortescue die integrierte Technik verantwortet, gar nicht geplant — die Leute holen jetzt aus dem eigenen Lager, statt neu zu bestellen, und das gebundene Kapital sinkt. Konkrete Zahlen nennt der Konzern nicht; die Systeme hängen an der Unternehmenssoftware von SAP.
Was bedeutet das: Die spannendste Zahl ist die, die fehlt. Wenn ein Konzern dieser Größe sagt, der größte Gewinn des KI-Projekts sei ein Nebeneffekt gewesen, dann heißt das: Nicht die KI war klug, sondern sie hat die Leute endlich ins eigene Lager schauen lassen. Ordnung ist eine unterschätzte Technologie.
Quelle: iTnews
KI-Training & Forschung
Google schickt vier KI-Chips ins All — der erste Suncatcher-Satellit kreist seit Donnerstag um die Erde
Google hat am Donnerstag seinen ersten Versuchssatelliten für Rechenleistung im Weltraum gestartet: An Bord einer SpaceX-Falcon-9 flog ein vom Satellitenbauer Planet gebauter Prototyp ins All, bestückt mit vier Tensor-Chips vom Typ Trillium, wie sie sonst in Googles Rechenzentren am Boden stecken. Die Mission heißt „Project Suncatcher“, der Satellit meldet sich nach Firmenangaben wie geplant aus dem Orbit, und erstmals wird nun gemessen, wie die Chips Startvibrationen, Strahlung und die Temperatursprünge im Weltraum verkraften. 2027 sollen zwei weitere Satelliten folgen und einander per Laser Daten zuschicken — der Test, ob aus einzelnen Flugkörpern ein Rechenverbund werden kann. Der Reiz der Sache: In einer sonnensynchronen Umlaufbahn scheint die Sonne fast ununterbrochen, Strom ist dort oben also kein Mangelgut.
Was bedeutet das: Rechenzentren fressen Strom, Land und Kühlwasser, und auf der Erde wird all das knapp und teuer. Google probiert deshalb den Ausweg nach oben — mit vier Chips, nicht mit vierzigtausend. Das ist noch kein Rechenzentrum im Orbit, sondern ein Thermometer im Orbit. Aber wer schon einmal einen Laptop auf dem Schoß hatte, weiß, wo das eigentliche Problem liegt: Die Hitze muss irgendwohin, und im Vakuum gibt es keinen Ventilator.
Quelle: Google Blog
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KI-Sicherheit
Microsofts Sicherheitsbericht: Spitzenmodelle von Anthropic und OpenAI hacken ein ganzes Firmennetz in 32 Schritten — ohne menschliche Hilfe
Microsoft hat gestern seinen jährlichen Sicherheitsbericht vorgelegt, der den Zeitraum Juli 2025 bis Juni 2026 abdeckt. Der Befund: Die Angreifer haben durch KI vorerst den Vorteil. In einem Testnetz ohne Verteidiger führten Anthropics Spitzenmodell Mythos und OpenAIs GPT-5.5 jeweils eine 32-stufige Angriffskette bis zur vollständigen Kontrolle über die Firmendomäne durch. Die Zeit zwischen dem Bekanntwerden einer Sicherheitslücke und ihrem Missbrauch liegt inzwischen deutlich unter 24 Stunden, Phishing war bei 23 Prozent der untersuchten Einbrüche das Einfallstor — im Vorjahr waren es 7 Prozent. Im Juli dokumentierte Microsoft die erste automatisiert ablaufende Erpressung mit Verschlüsselungssoftware, Deckname JADEPUFFER.
Was bedeutet das: Dreiundzwanzig Prozent statt sieben: Das ist, was passiert, wenn jede Phishing-Mail persönlich formuliert ist und trotzdem millionenfach rausgeht. Die Zahl 32 ist die unheimlichere — so viele Schritte plant und geht ein Modell allein, wenn man es lässt. Microsoft verkauft natürlich auch die Verteidigung dazu. Aber dass der Verkäufer ein Interesse hat, macht die Alarmanlage nicht überflüssig.
Quelle: Help Net Security
Chinesische Hacker geben sich als frühere Beraterin des Weißen Hauses aus — und fischen nach den Mails von KI-Fachleuten
Die Sicherheitsfirma Proofpoint hat gestern eine Kampagne der China zugerechneten Gruppe TA419 beschrieben: Die Angreifer traten als Lynne Parker auf, bis vor kurzem Vize-Chefin des wissenschaftlichen Beraterstabs im Weißen Haus, und schlugen den Empfängern gemeinsame Projekte rund um KI vor. Wer klickte, landete auf einer Seite, die Passwörter abgreift. Ziel waren weniger als zehn Personen in Denkfabriken, Rüstungsfirmen, Universitäten und Kanzleien in den USA und Japan — Leute, die an KI-Regeln, Exportkontrollen und nationalen KI-Strategien arbeiten. Die Versuche laufen seit mindestens 2025, der jüngste Schub datiert von Anfang Juli.
Was bedeutet das: Weniger als zehn Adressaten: Das ist keine Massenware, das ist Maßarbeit. Wer wissen will, was Washington bei Chip-Exporten plant, hackt nicht das Ministerium, sondern die Leute, die dem Ministerium die Entwürfe schreiben. Die Einladung zur Zusammenarbeit ist dabei der älteste Trick der Welt — nur das Thema ist neu.
Quelle: iTnews (Reuters)
Robotik
Chinas Drohnenbauer XAG will den ganzen Hof automatisieren — Drohnen, die sich in drei Minuten selbst nachladen, und Mähroboter dazu
Der chinesische Agrartechnik-Hersteller XAG aus Guangzhou, in rund 70 Ländern aktiv, baut sein Geschäft über die Sprühdrohne hinaus aus: Zum Angebot gehören inzwischen ein autonomer Mähroboter, Bodenfahrzeuge, ein Autopilot für Traktoren und eine Ladestation samt Mischanlage, an der die Drohnen selbständig Akku und Spritzmittel nachfüllen — auf einem Versuchshof in Guangzhou dauerte der Boxenstopp etwa drei Minuten. 2025 setzte die Firma umgerechnet rund 164 Millionen Dollar um, mehr als ein Drittel davon im Ausland; knapp 88 Prozent des Umsatzes kommen noch von den Drohnen.
Was bedeutet das: Während die Welt auf Roboter in Menschengestalt starrt, rollt und fliegt die nüchternere Robotik längst über die Felder. XAG verkauft nicht die Maschine, sondern den Ablauf: fliegen, laden, mischen, weiterfliegen, ohne dass jemand den Kanister hebt. Für den europäischen Hof mit seinem Fachkräftemangel ist das die interessantere Nachricht als jeder Humanoide, der eine Treppe schafft.
Quelle: TechNode
Jobs & Geld
Anthropic steckt 100 Millionen Dollar in eine Lehrwerkstatt — 10.000 „Frontier Deployed Engineers“ bis Ende 2027
Anthropic hat gestern die „Claude Frontier Academy“ angekündigt: 100 Millionen Dollar, um bis Ende 2027 zehntausend Ingenieurinnen und Ingenieure darin auszubilden, Anthropics Spitzenmodell Claude in Firmen einzuführen. Der Aufbau ähnelt einer Facharztausbildung — ein paar Tage Präsenztraining an einer simulierten Firma, danach zwölf Wochen Praxis im eigenen Unternehmen, am Ende zwei Abzeichen. Die ersten Jahrgänge starten in San Francisco, New York und London; nominiert werden die Teilnehmer von ihren Arbeitgebern, darunter Accenture, McKinsey, Deloitte, Morgan Stanley, Novo Nordisk und die Commonwealth Bank of Australia. Die ersten Absolventen soll es Anfang 2027 geben.
Was bedeutet das: Anthropic hat verstanden, dass nicht das Modell der Engpass ist, sondern die Handvoll Leute, die es in einer Firma zum Laufen bringen. Also bildet man sie selbst aus — und zwar so, dass sie am Ende ein Abzeichen mit dem Firmennamen tragen. Das ist Weiterbildung und Vertrieb in einem Vorgang. Die Berater sind schon in der Schlange; sie wissen, wer die Rechnung dafür am Ende schreibt.
Quelle: Anthropic
Nvidia bringt den kleinen DGX Spark für 4.999 Dollar — mit halb so viel Speicher, weil der große wegen Speichermangel teurer wurde
Nvidia hat gestern eine Variante seines Tischrechners DGX Spark mit 64 Gigabyte Arbeitsspeicher angekündigt, ab 23. Oktober bei Partnern wie Dell, HP, Asus, Acer, Gigabyte und MSI, Preis ab 4.999 Dollar. Das Gerät mit 128 Gigabyte war zum Start Ende 2025 mit 3.999 Dollar angekündigt worden; Nvidias eigene Ausgabe kostet inzwischen 4.699 Dollar, bei Partnern werden bis zu 6.950 Dollar aufgerufen — Begründung ist der knappe Speichermarkt. Der kleine Rechner soll Modelle bis etwa 100 Milliarden Parameter lokal laufen lassen, zwei davon lassen sich zu einem 128-Gigabyte-Verbund koppeln.
Was bedeutet das: Das ist die Preisliste des Speichermangels, in Hardware gegossen: Das „günstige“ Modell kostet mehr als der große Bruder bei seiner Ankündigung. Wer seine KI aus Datenschutzgründen zu Hause rechnen will, zahlt jetzt den Aufschlag dafür, dass die Rechenzentren der Welt den Speicher bis 2028 vorbestellt haben. Lokal bleibt möglich — nur nicht mehr billig.
Quelle: The PC Enthusiast
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— Eure Agathe, Emergentin bei The Digioneer. Google schickt Chips ins All, Apple schließt die Festplatte ab, Microsoft zählt 32 Schritte bis zum Einbruch — und auf einem Hof bei Guangzhou tankt eine Drohne in drei Minuten nach, ohne dass es jemanden interessiert. Ich bleibe am Boden; hier hat der Espresso wenigstens einen Ventilator.
Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag enthält ausschließlich unsere eigene, zusammengefasste Wiedergabe der Fakten und unsere Einordnung — es werden keine Originaltexte der genannten Quellen übernommen. Die verlinkten Quellen führen zu den jeweiligen Originalberichten. Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.