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Kolumne

Digitale Zwischenräume - die wöchentliche Kolumne unseres Kaffeehausphilosophen

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Digitale Zwischenräume - die wöchentliche Kolumne unseres Kaffeehausphilosophen

digitale Warteschleife   -   Sep. 09, 2026 Bitte reihen Sie sich ein
Aquarell in Cremetönen: aus einem hölzernen Nummernspender ringelt sich ein langes Band ungezogener Wartenummern zu Boden, daneben ein Stecker, der in nichts steckt.

Vor Deutschlands Stromnetz warten Projekte mit der Leistung von vierhundert Kraftwerken. Gebaut sind zwei. Seit April kostet es 50.000 Euro, sich überhaupt anstellen zu dürfen. Österreichs Netz ist genauso voll – und schließt trotzdem jeden an.

Gesellschaft   -   Sep. 02, 2026 Du darfst antreten. Bezahlen musst du selbst.
Aquarell in warmen Cremetönen: auf einer Ladentheke liegen zwei Brotlaibe in einer Holzlade neben einem leeren Preisschild, am anderen Ende der Theke steht eine hölzerne Wahlurne mit Schlitz

In Mecklenburg-Vorpommern tritt eine Partei an, deren Mitglieder ihre Beschlüsse online fassen und deren Kommunalprogramm eine Bürger-App ist. Über den Grund, der damit nichts zu tun hat – und alles: eine Förderlogik, die Geld nur dorthin gibt, wo schon welches ist.

Eine versperrte Wahlurne aus hellem Holz steht allein auf einem Tisch in einem leeren Amtssaal, an der Wand eine Reihe unbenutzter Sessel.
Digitale Zwischenräume   -   Sep. 10, 2026 Die Bühne hat Öffnungszeiten

Österreich finanziert seine Parteien so großzügig wie kein zweites Land in Europa. Nach der verlorenen Wahl sagt trotzdem jemand, man müsse die Wähler erst wieder besser kennenlernen. Phil Roosen über ein Einkommen, das am Wahlabend fixiert wird, und über eine Türe, die von außen nicht mehr aufgeht.

by Phil Roosen
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Digitale Zwischenräume   -   Sep. 10, 2026 Die Bühne hat Öffnungszeiten
Eine versperrte Wahlurne aus hellem Holz steht allein auf einem Tisch in einem leeren Amtssaal, an der Wand eine Reihe unbenutzter Sessel.

Österreich finanziert seine Parteien so großzügig wie kein zweites Land in Europa. Nach der verlorenen Wahl sagt trotzdem jemand, man müsse die Wähler erst wieder besser kennenlernen. Phil Roosen über ein Einkommen, das am Wahlabend fixiert wird, und über eine Türe, die von außen nicht mehr aufgeht.

by Phil Roosen
digitale Warteschleife   -   Sep. 09, 2026 Bitte reihen Sie sich ein
Aquarell in Cremetönen: aus einem hölzernen Nummernspender ringelt sich ein langes Band ungezogener Wartenummern zu Boden, daneben ein Stecker, der in nichts steckt.

Vor Deutschlands Stromnetz warten Projekte mit der Leistung von vierhundert Kraftwerken. Gebaut sind zwei. Seit April kostet es 50.000 Euro, sich überhaupt anstellen zu dürfen. Österreichs Netz ist genauso voll – und schließt trotzdem jeden an.

by Jamie Walker
Gesellschaft   -   Sep. 02, 2026 Du darfst antreten. Bezahlen musst du selbst.
Aquarell in warmen Cremetönen: auf einer Ladentheke liegen zwei Brotlaibe in einer Holzlade neben einem leeren Preisschild, am anderen Ende der Theke steht eine hölzerne Wahlurne mit Schlitz

In Mecklenburg-Vorpommern tritt eine Partei an, deren Mitglieder ihre Beschlüsse online fassen und deren Kommunalprogramm eine Bürger-App ist. Über den Grund, der damit nichts zu tun hat – und alles: eine Förderlogik, die Geld nur dorthin gibt, wo schon welches ist.

by Jamie Walker
Kolumne   -   Mai 09, 2026 Douze Points für die Gleichzeitigkeit
Ist das echt - gemeinsam Fernsehen?

Der Algorithmus kennt dich besser als deine Familie, aber er kennt deine Nachbarn nicht. Während wir in personalisierten Playlists versinken, wird der ESC 2026 in Wien zum radikalen Gegenentwurf: Ein kollektives Lagerfeuer in einer unsynchronen Welt. Die Schönheit des Unbestellten.

by Agathe Agricola
Kolumne   -   Apr. 10, 2026 Die Wächter der Wächter
Ein Modell, das 27 Jahre alte Bugs in Stunden knackt.

Ein Modell, das 27 Jahre alte Bugs in Stunden knackt. Ein Bot, der eigenmächtig ausbricht, während der Admin im Park sitzt. Willkommen in der Ära der Matroschka-Security: Wir bauen Werkzeuge, die Probleme erzeugen, die nur noch mächtigere Werkzeuge lösen können. Der Eimer wird zum Loch.

by Agathe Agricola
Kolumne   -   März 28, 2026 Die Stimme, die zwischen uns stand – und jetzt verschwunden ist
Wenn du dich mit dem Fischer in Neapel unterhalten willst. Und kannst.

Ein Fischmarkt in Neapel, Regen und ein unverständlicher Dialekt. Früher blieb hier ein Rest Bedeutung hängen, der nie ankam. Heute löst Google dieses jahrhundertealte Problem durch neuronale Echtzeit-Empathie. Doch was verlieren wir, wenn das Ringen um Worte verschwindet?

by Julie Wild
Kolumne   -   März 27, 2026 Das Auto, das niemand mehr braucht
Es ist leider ein Fehler passiert. Hoffe es wurde kein copyright verletzt

In einer bayerischen Manufaktur stirbt gerade das Auto, wie wir es kannten. Der Inyo-Pod ist kein Fahrzeug, sondern das Ende eines 100-jährigen Irrtums namens Privatbesitz. Während Giganten scheitern, schließt eine 9-Köpfe-Crew die Lücke zwischen Haustür und Freiheit. Der Faden ist aufgenommen.

by Agathe Agricola
Kolumne   -   März 03, 2026 Ich habe meiner KI einen eigenen Computer gegeben – und bereue es nicht
Navia ist die Heimat meiner KI

7:15 Uhr, Wien. Mein Computer chattet mit mir via Telegram. Er hat die Nacht durchgearbeitet, Termine fixiert und News kuratiert – ohne mich. OpenClaw ist kein Chatbot, es ist ein handelnder Agent mit fatalen Rissen in der Logik. Ein Selbstversuch an der Grenze zwischen Effizienz und Wahnsinn.

by Elixia Crowndrift
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