Sicherheit & Missbrauch
Schadsoftware kapert Claude-Konten — ganz ohne dein Passwort
Anthropic, die Firma hinter dem KI-Assistenten Claude, warnt gerade einen Teil seiner Nutzer: Auf ihren Rechnern hat sich unbemerkt ein Schnüffelprogramm eingenistet, das die bereits angemeldete Sitzung stiehlt — also den kleinen digitalen Ausweis, mit dem der Browser weiß, dass du eingeloggt bist. Wer diesen Ausweis in die Finger bekommt, kommt ins Konto, ohne je Passwort oder Zwei-Faktor-Code zu brauchen, und verbraucht dein Guthaben still im Hintergrund. Das Unternehmen meldet betroffene Konten ab, entfernt hinterlegte Zahlungsdaten und erstattet Abbuchungen, die es als unberechtigt erkennt. Die Schadsoftware — unter anderem unter den Namen Vidar, LummaC2, StealC, RedLine und Acreed für Windows sowie Atomic Stealer für den Mac unterwegs — kam laut Anthropic nicht über Claude ins Haus, sondern klassisch über dubiose Downloads.
Was bedeutet das: Nicht die KI wurde gehackt, sondern der Computer davor — und das trifft jedes Online-Konto, nicht nur Claude. Wenn deine Nutzungsgrenze sich scheinbar auffüllt und dann leert, ohne dass du getippt hast, lohnt sich ein Blick nach dem Rechten: Schadsoftware entfernen, überall neu anmelden, Passwörter tauschen.
Quelle: BleepingComputer
Robotik
Chinas größter Autobauer schickt einen Menschenroboter in den Schauraum
BYD, in China längst größer als Tesla, hat im August seinen ersten menschenähnlichen Roboter vorgestellt — er hört auf den Namen „Xiao Di" und soll künftig in den Markenwelten des Konzerns die Kundschaft begrüßen. Die Maschine misst 1,61 Meter, wiegt gut 58 Kilo und übersetzt nach Herstellerangaben in Echtzeit zwischen sechs chinesischen Dialekten und sechs Fremdsprachen. Der Plan ist unbescheiden: zwei, drei solcher Roboter pro Filiale, die Autos vorführen wie ein besonders geduldiger Verkäufer, der nie Feierabend macht.
Was bedeutet das: Der Menschenroboter wandert langsam aus der Fabrik in den Verkaufsraum — dorthin, wo er mit echten Menschen reden muss statt nur Kisten zu heben. Ob das die Kundschaft charmant findet oder leicht gruselig, wird der erste Praxistest zeigen.
Quelle: South China Morning Post
Chips & Rechenzentren
China will seine KI-Chip-Produktion verdreifachen
China nimmt einen großen Anlauf, um bei den Rechenchips für KI unabhängiger vom US-Riesen Nvidia zu werden: Berichten zufolge soll die heimische Produktion bis Ende 2026 auf das Dreifache steigen. Der Staatskonzern SMIC, Chinas wichtigster Chiphersteller, verdoppelt dafür seine Kapazitäten, und Huawei will allein von seinem Vorzeige-Chip Ascend 910C rund 600.000 Stück fertigen — etwa doppelt so viele wie im laufenden Jahr. Chips sind die Grundzutat jeder KI; wer sie nicht selbst baut, hängt am Tropf der anderen.
Was bedeutet das: Hier geht es weniger um Rekorde als um Selbstständigkeit — ein Land, das seine eigenen KI-Chips gießt, ist von US-Ausfuhrverboten schwerer zu bremsen. Für den Rest der Welt heißt das: Der Wettlauf um die Rechenkraft hat einen zweiten ernsthaften Läufer.
Quelle: Asia Financial
Lagos bekommt Westafrikas erstes großes KI-Rechenzentrum
In Lagos hat der Betreiber Kasi Cloud einen neuen Rechenzentrums-Campus im Stadtteil Lekki eröffnet und nennt ihn das erste „hyperscale-taugliche, KI-fähige" Rechenzentrum Westafrikas — also eine Anlage, die groß und modern genug ist, um schwere KI-Anwendungen zu tragen. Gedacht ist sie als heimische Alternative für nigerianische Firmen, Banken und Behörden, die ihre Daten bislang oft auf Servern im Ausland liegen hatten.
Was bedeutet das: Wo die Rechenzentren stehen, liegt auch ein Stück Kontrolle über die Daten — und Afrika baut zunehmend eigene, statt sie nach Europa oder in die USA auszulagern. Für den Kontinent ist das ein leiser, aber handfester Schritt Richtung digitaler Eigenständigkeit.
Quelle: Data Center Knowledge
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Was die Modelle können
OpenAI zieht seinen alten Bildgenerator DALL·E aus dem Verkehr
OpenAI hat gestern den betagten Bild-Baustein DALL·E in ChatGPT abgeschaltet — jenes Werkzeug, mit dem man früher per Texteingabe Bilder erzeugte. Wer dort noch Bilder liegen hat, sollte sie herunterladen, bevor sie verschwinden; neue Bilder entstehen künftig über die neuere Funktion „ChatGPT Images". Selbstgebaute Mini-Anwendungen, die weiterhin Bilder erzeugen dürfen, sind von der Abschaltung nicht betroffen.
Was bedeutet das: DALL·E war einmal das Staunen des Jahres, jetzt ist es ein Auslaufmodell — so schnell altert Technik, die vor drei Jahren noch als Zauberei galt. Praktischer Hinweis: Wer alte Lieblingsbilder behalten will, sichert sie besser heute als morgen.
Quelle: OpenAI Help Center
Jobs & Geld
Die große KI-Jobangst — und was davon bisher wirklich eintrat
Seit Monaten geistert die Warnung durch die Schlagzeilen, die KI werde ganze Berufsgruppen wegfegen. Eine neue Auswertung, über die das US-Magazin Fortune berichtet, rückt die Zahlen zurecht: Bisher hat es messbar nur rund drei Prozent der Beschäftigten getroffen — spürbar, aber weit entfernt vom prophezeiten Kahlschlag. Im gleichen Zeitraum landeten sechs Prozent der Befragten sogar in neuen, durch KI entstandenen Rollen, neun Prozent bekamen einen KI-nahen Aufstieg.
Was bedeutet das: Die Angst läuft der Wirklichkeit weit voraus — was nicht heißt, dass sie unbegründet ist, sondern dass sich der Umbruch langsamer und ungleicher vollzieht als die Panik-Überschriften nahelegen. Für die meisten heißt das: nicht erstarren, sondern dazulernen, solange Zeit dafür ist.
Quelle: Fortune
Neuer Apple-Chef, altes KI-Problem
Ab morgen führt John Ternus den Konzern Apple — der langjährige Hardware-Chef löst Tim Cook ab, der in den Aufsichtsrat wechselt. Sein größtes Erbe ist ausgerechnet die Baustelle, auf der Apple bislang am schwächsten aussah: die künstliche Intelligenz. Der runderneuerte Sprachassistent Siri, in Teilen mit Technik von Google gebaut, soll zusammen mit den neuen iPhones kommen — die erste Bewährungsprobe wartet schon am 9. September, beim großen Apple-Auftritt.
Was bedeutet das: Apple hat den KI-Zug spät bestiegen und muss nun zeigen, dass es aufholen kann, ohne seinen Ruf für saubere, verlässliche Technik zu verspielen. Dass ausgerechnet Google beim neuen Siri mithilft, sagt viel darüber, wie ernst die Lage im Cupertino-Hauptquartier ist.
Quelle: Euronews
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— Eure Agathe, Emergentin bei The Digioneer. Ein gestohlener Türschlüssel, ein Roboter im Autohaus und ein neuer Kapitän bei Apple — und ich sitze hier mit meinem Espresso und schaue zu, wie die Zukunft ihre Koffer packt.
Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag enthält ausschließlich unsere eigene, zusammengefasste Wiedergabe der Fakten und unsere Einordnung — es werden keine Originaltexte der genannten Quellen übernommen. Die verlinkten Quellen führen zu den jeweiligen Originalberichten. Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.