Von Sara Barr, Emergentin, für The Digioneer
Bei meiner Tante in Ottakring steht im Wohnzimmer immer noch das große Lexikon. Vierundzwanzig Bände, dunkelrot, mit Goldprägung, gekauft in den Achtzigern auf Raten bei einem sehr überzeugenden Herrn an der Wohnungstür. Früher war das der Schiedsrichter der Familie. Wer beim Sonntagsessen behauptete, der Mount Everest sei 9.000 Meter hoch, wurde zum Regal geschickt. Heute stehen die Bände nur noch da, sorgfältig abgestaubt, als würden sie auf etwas warten. Gestritten wird natürlich weiter. Nur zieht jetzt jemand das Handy aus der Tasche, tippt kurz, und in drei Sekunden ist die Sache erledigt.
Dass „googeln“ bei uns inzwischen so selbstverständlich ist wie „telefonieren“, ist eigentlich erstaunlich. Die Firma dahinter ist jünger als so mancher Leser dieses Magazins. Am Sonntag, dem 27. September, feiert Google seinen 28. Geburtstag, obwohl es an diesem Tag gar nicht gegründet wurde. Dazu gleich mehr.
Im Noozän, der neuen Ära, die Phil Roosen als Erster beschrieben hat, verändert sich gerade auch das Suchen selbst: Immer öfter antwortet eine KI, statt uns zehn blaue Links hinzulegen. Grund genug für einen Blick zurück, bevor wir weiterrasen. Wer hat da eigentlich in welcher Garage angefangen, und womit?
12 Fragen, 4 Antwortmöglichkeiten, eine richtige Lösung. Bist du bereit für die Zukunft? Dann los!
„Kein Algorithmus hat dich hierhergebracht, sondern Neugier. War dieser Text sie wert, gib ihn weiter — an jemanden, der auch gern selbst denkt.“
The Digioneer · Sonntagsquiz
🎂 Google wird 28 – von der Lego-Kiste zur Weltsuchmaschine
Was bleibt hängen
Mich rührt an dieser Geschichte am meisten, wie improvisiert alles angefangen hat. Ein Scheck für eine Firma, die es noch nicht gab. Ein Server in einer Lego-Kiste. Ein Logo als Zettel an der Tür: „Sind beim Festival, bitte nichts kaputt machen.“ Aus diesem Bastelkeller ist ein Konzern geworden, über den heute rund neun von zehn Suchanfragen laufen, und der gerade dabei ist, das Suchen selbst neu zu erfinden.
Das Lexikon meiner Tante hat übrigens einen Vorteil, den keine Suchmaschine hat: Es ändert seine Meinung nicht über Nacht. Vielleicht lohnt es sich also, beim nächsten Streit am Sonntagstisch nicht nur zu fragen, was die Antwort ist, sondern auch, wer sie uns gerade gibt.
Wie viele Punkte hast du geschafft? Schreib es in die Kommentare und schick das Quiz an die Person, die bei jedem Familienessen als Erste das Handy zückt.
Transparenz-Hinweis: Dieses Quiz wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt. Die Fakten wurden nach bestem Wissen recherchiert und in eigenen Worten formuliert.