Liebe Digioneer-Community,
heute entführe ich euch in die Welt eines Podcasts, der beweist, dass die digitale Transformation der Arbeitswelt mehr braucht als neue Tools und fancy Buzzwords. Als digitales Magazin, das seit 2023 über die digitale Revolution aufklärt, wissen wir bei The Digioneer: Die Zukunft der Arbeit wird nicht in hippen Coworking Spaces mit Kickertischen entschieden, sondern in der Frage, wie wir Menschen durch fundamentale Veränderungen begleiten.
Jule Jankowski hat mit GOOD WORK etwas geschaffen, das in der deutschen Podcast-Landschaft selten ist: ein Feuilleton der Arbeitswelt. Während andere sich in New Work-Romantik verlieren, stellt sie die unbequeme Frage: Was macht Arbeit eigentlich gut? Nicht neu, nicht disruptiv, nicht agil um der Agilität willen – sondern gut im Sinne von: wirksam, menschlich, nachhaltig.
Seit über fünf Jahren und mehr als 300 Folgen sammelt dieser Podcast, was unsere Arbeitswelt wirklich bewegt. Von Maja Göpel über Sascha Lobo bis zu unbekannten Organisationsberater*innen, die in der Stille echter Veränderung arbeiten. Und während die Pandemie 2020 die Arbeitswelt durchschüttelte, war Jule Jankowski zur richtigen Zeit am richtigen Mikrofon – und dokumentierte in den ersten 100 Folgen, wie Menschen mit der plötzlichen Digitalisierung auf Knopfdruck umgingen.
Für uns bei The Digioneer ist GOOD WORK mehr als ein Podcast – es ist ein Spiegel dessen, was digitale Transformation wirklich bedeutet: nicht die nächste Software einführen, sondern verstehen, wie Menschen arbeiten wollen. 🎧💼✨

PODCAST DER WOCHE: GOOD WORK
Titel: GOOD WORK - Der Podcast für zukunftsfähige Arbeitskultur
Moderatorin: Jule Jankowski
Frequenz: Wöchentlich (jeden Donnerstag)
GOOD WORK ist weit mehr als ein Interview-Format. Es ist eine lebendige Enzyklopädie guter Zusammenarbeit, kuratiert von Jule Jankowski, die als systemische Organisationsberaterin und Geschäftsführerin der Humiq GmbH täglich erlebt, wo der Schuh in Unternehmen drückt. Die studierte Kommunikationswissenschaftlerin und Sozialforscherin bezeichnet sich selbst als "Wortartistin" – und das merkt man.
Jede Woche donnerstags kommt eine neue Folge, in der Jule mit Menschen spricht, die die Arbeitswelt wirklich bewegen. Das Spektrum reicht von der Transformationsforscherin Maja Göpel über den Neurowissenschaftler Volker Busch bis zum Medien-Tausendsassa Micky Beisenherz. Aktuelle Themen wie psychologische Sicherheit, Remote Work als "Fernbeziehung der Arbeitswelt" oder die Frage, ob unser Gehirn digital lahmgelegt wird, werden nicht oberflächlich abgehandelt, sondern in die Tiefe gedacht.
Die fünf GOOD WORK Prinzipien – gelungene Beziehungsgestaltung, flexible Strukturen, digitale Balance, gelebte Agilität und Denken in Möglichkeiten – bilden das inhaltliche Gerüst. Diese leiten sich aus den ersten 100 Folgen ab, den sogenannten "Corona Chroniken", in denen Jule dokumentierte, wie Menschen die radikale Veränderung ihrer Arbeitswirklichkeit erlebten.
Stil und Präsentation
Was GOOD WORK aus der Masse der Business-Podcasts heraushebt? Die Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgang, die so selten gelingt. Jule Jankowski rückt ihren Gästen "ganz schön auf die Pelle", wie sie selbst sagt, serviert ihre scharfen Schlussfolgerungen aber immer mit einer Prise Humor. Ihre bildhafte Sprache macht komplexe Organisationsdynamiken greifbar, ohne in Berater-Jargon abzudriften.
Der Podcast ist Teil des brand eins Netzwerks – was zur Qualität passt. Hier wird nicht nach Schema F interviewt, sondern echte Salongespräche geführt. Persönlich, tiefgehend, mit dem nötigen intellektuellen Anspruch, aber nie abgehoben. Und während andere Podcasts nach 20 Minuten fertig sind, nimmt sich GOOD WORK oft über eine Stunde Zeit – weil gute Gedanken eben Raum brauchen.
Die Produktionsqualität ist tadellos, die Moderation professionell ohne steril zu wirken. Jule schafft es, dass sich Hörer*innen fühlen, als säßen sie mit am Tisch – beim Espresso, während draußen die Arbeitswelt ihr nächstes Update installiert.
Highlights
- Über 300 Folgen und fünf Jahre kontinuierliche Qualität – eine beeindruckende Sammlung von Erkenntnissen über moderne Arbeitskultur
- Gäste-Lineup der Extraklasse: Von Zukunftsforscher*innen wie Maja Göpel bis zu Paradiesvögeln wie Micky Beisenherz
- Die "Corona Chroniken" als zeithistorisches Dokument, wie die Pandemie die Arbeitswelt veränderte
- Fünf konkrete GOOD WORK Prinzipien, die als Kompass durch die Transformation führen
- Teil des brand eins Netzwerks – Qualitätsjournalismus, der Wirtschaft anders denkt
- 4,9 Sterne bei Apple Podcasts (117 Bewertungen) und über 10.000 monatliche Hörer*innen
Lernfaktor
GOOD WORK ist Weiterbildung in Bestform. Jede Folge liefert nicht nur Inspiration, sondern handfeste Erkenntnisse für die eigene Arbeitspraxis. Ob Führungskraft, Teamleiterin, Organisationsentwickler oder einfach jemand, der verstehen will, warum die Arbeitswelt gerade Kopf steht – hier findet jeder sein "persönliches Stück GOOD WORK", wie Jule es formuliert.
Besonders wertvoll: Der Podcast vermittelt die Fähigkeit, Management-Moden von substanziellen Veränderungen zu unterscheiden. In einer Zeit, in der jeden Monat ein neues Framework die Arbeitswelt revolutionieren soll, ist diese Unterscheidungskraft Gold wert. GOOD WORK lehrt uns, nicht reflexhaft auf jedes Neue zu springen, sondern zu fragen: Was macht das eigentlich gut? Und für wen?
Für uns bei The Digioneer ist das zentral: Digitale Transformation scheitert nicht an der Technologie, sondern an der Arbeitskultur. Wer diesen Podcast hört, versteht, warum die beste KI-Strategie nichts bringt, wenn die Menschen im Unternehmen nicht mitkommen.
Kritik
Die Folgenlänge von oft über einer Stunde ist Segen und Fluch zugleich. Wer tiefe Einblicke sucht, bekommt sie – wer zwischen zwei Meetings schnell Inspiration tanken will, muss sich auf längere Hörsessions einstellen. Die Themen setzen zudem ein gewisses Interesse an Organisationsentwicklung voraus; wer nur schnelle Lifehacks sucht, ist hier falsch.
Gelegentlich wirkt die Gästeliste sehr Berlin-Hamburg-München-lastig, ein breiteres regionales Spektrum könnte spannende Perspektiven aus anderen Arbeitsrealitäten bringen. Und: Wer konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitungen erwartet, wird enttäuscht – GOOD WORK regt zum Denken an, liefert aber bewusst keine Rezepte.
Agathe meint und bewertet

Als jemand, die seit 2007 die digitale Welt beobachtet und kommentiert, muss ich gestehen: GOOD WORK ist eine Wohltat in der aufgeheizten Debatte um die Zukunft der Arbeit. Während alle von New Work reden, als wäre es die Erlösung, fragt Jule Jankowski die wichtigeren Fragen: Was brauchen Menschen wirklich? Was macht Arbeit gut, nicht nur neu?
Die Verbindung zu unserer Mission bei The Digioneer ist offensichtlich: Beide bereiten wir Menschen auf die digitale Zukunft vor – nur dass GOOD WORK den Fokus auf die Arbeitskultur legt, während wir das größere Bild der digitalen Transformation malen. Gemeinsam ist uns die Überzeugung: Die Zukunft wird nicht von Algorithmen entschieden, sondern von Menschen, die verstehen, wie Wandel gelingt.
Besonders beeindruckend ist Jules Durchhaltevermögen: Über 300 Folgen in fünf Jahren, jede mit der Qualität eines guten Fachbuchs. Das ist keine Content-Maschinerie, sondern kuratierte Substanz. Und während andere Podcasts in der Pandemie verschwanden, machte GOOD WORK aus der Krise ein Chronik-Projekt – so wird aus Podcast-Journalismus Zeitgeschichte.
Meine Bewertung: 4.5 ⭐️
Wer die New Work-Plattitüden satt hat und echte Substanz sucht, wer verstehen will, wie Organisationen durch die digitale Transformation navigieren können, und wer bereit ist, sich auf längere Denkprozesse einzulassen – der wird GOOD WORK lieben. Dieser Podcast erinnert uns daran, dass das Leben zu kurz ist für Management-Buzzwords ohne Substanz und dass die beste Transformation die ist, die Menschen mitnimmt, nicht überrollt.
Für unsere Digioneer-Community ist GOOD WORK Pflichtprogramm: Wer die digitale Zukunft gestalten will, muss verstehen, wie gute Arbeit funktioniert. Und genau das lehrt dieser Podcast – Woche für Woche, seit über fünf Jahren, mit der nötigen Schippe Realpolitik.
Eure Agathe 💕
P.S.: Den Podcast findet ihr auf allen gängigen Podcast-Plattformen – Apple Podcasts, Spotify, und überall sonst, wo es gute Podcasts gibt. Besonders empfehlenswert für den Einstieg: Die "Podcast-Perlen" mit Maja Göpel, Micky Beisenherz oder Klaus Eidenschink. Und wer tiefer einsteigen will: Das Buch "Zwischen Alt und Neu liegt Gut" fasst die GOOD WORK Prinzipien zusammen.