Robotik

Google und die NASA lassen einen Roboter den Notfallkoffer holen — ein Training für die Mondbasis

Googles Cloud-Sparte hat gemeinsam mit der US-Raumfahrtbehörde NASA einen Roboterarm getestet, der im Johnson Space Center in Houston selbstständig eine Arzttasche sucht, greift und an einen anderen Ort bringt. Gesteuert wird er von Pi0, einem frei verfügbaren Basismodell des Start-ups Physical Intelligence, das Sehen, Sprache und Bewegung verbindet. Angepasst wurde das Modell in rund zweieinhalb Stunden; im Labor klappt der Handgriff bisher in 85 von 100 Versuchen.

Was bedeutet das: Auf dem Mars dauert eine Funkfrage zur Erde und zurück bis zu 44 Minuten — wer dort einen Helfer braucht, braucht einen, der selbst mitdenkt. Der Roboter soll Astronautinnen und Astronauten Schlepperei abnehmen und im Notfall Geräte wie ein Ultraschallgerät bereitstellen. 85 Prozent sind ein ordentlicher Anfang, aber bei einem Notfallkoffer möchte man die übrigen 15 lieber nicht erleben.

Quelle: Google Cloud

Die Frage des Tages · 29. Oktober 2026

Ein Roboter greift in 15 von 100 Versuchen am Notfallkoffer vorbei. Als die KI dir zuletzt im Job danebenlag: nochmal gewürfelt, nachgeschärft oder selbst gemacht?

AIch hab ihr ein altes Angebot von mir als Muster hingelegt. Danach hat's gepasst.
BHab's dann selber geschrieben. Bis ich der erklärt hätt, was ich will, war ich fertig.
CIch hab nicht nachgebessert, sondern gleich unsere Vorlage umgeschrieben. Sonst passiert's morgen wieder.
DHab einfach nochmal generieren lassen, bis was Brauchbares dabei war. Ging schneller als erklären.

Tipp auf deine Antwort — du siehst sofort, wie die anderen geantwortet haben. Keine passt? Schreib deine eigene.

Samsung-Chef Lee Jae-yong feiert sein Jubiläum bei den Roboterhänden — die große Vorstellung soll im Jänner folgen

Samsungs Konzernchef Lee Jae-yong hat seinen vierten Jahrestag an der Spitze nicht mit einer Feier begangen, sondern mit einem Besuch in der Robotik-Abteilung in Seoul. Dort ließ er sich zeigen, wie weit Samsungs Menschenroboter-Arme und -Hände beim feinen Greifen sind. Die Abteilung gibt es erst seit Juli, geholt wurden unter anderem Fachleute für Robotersteuerung und ein früherer Robotik-Stratege von Hyundai.

Was bedeutet das: In der Branche wird erwartet, dass Samsung auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas im Jänner seinen Robotik-Fahrplan auf den Tisch legt. Zuerst sollen Roboter in den eigenen Fabriken arbeiten, später im Haushalt — und bis 2030 will Samsung alle Werke weltweit weitgehend selbststeuernd betreiben. Wenn der Chef persönlich vorbeischaut, ist das in Korea ein Signal mit Ausrufezeichen, auch wenn keiner eins setzt.

Quelle: SBS News

KI-Agenten

Ant Group macht seinen Assistenten LingGuang 2.0 zum Dauerbeobachter — er prüft Abos, Flugpreise und Elternbriefe

Der chinesische Zahlungsriese Ant Group, Mutter der Bezahl-App Alipay, hat am Dienstag LingGuang 2.0 vorgestellt. Der Assistent merkt sich, was du ihm erzählt hast, und arbeitet weiter, nachdem du das Gespräch längst geschlossen hast: Mit deiner Erlaubnis durchforstet er deine Alipay-Abrechnungen nach vergessenen Abos, behält nach einer Buchung die Flug- und Hotelpreise im Auge und macht aus Mitteilungen der Schule eine Erledigungsliste.

Was bedeutet das: Das ist der Schritt vom Auskunftsschalter zum Hausverwalter: eine eigenständig arbeitende KI, die nicht wartet, bis du fragst. Dazu hängt sie an Alipay, an Bürodiensten wie DingTalk und Feishu und an Xiaomis Smart-Home-System. Je mehr Türen so ein Helfer öffnen darf, desto wichtiger wird die Frage, wer am Ende den Schlüsselbund verwaltet.

Quelle: TechNode

Was die Modelle können

Opera will KI direkt im Browser rechnen lassen — mit einem neuen Standard namens WebAI

Der norwegische Browserhersteller Opera hat WebAI vorgestellt, einen Vorschlag für einen neuen Web-Standard: KI-Modelle laufen damit auf deinem eigenen Rechner im Browser statt in der Cloud eines Konzerns. Webseiten können so Texte schreiben, Inhalte sortieren oder Zusammenhänge erkennen lassen, ohne dass die Daten das Gerät verlassen. Zum Start ist WebAI als frühe Vorschau in Opera One verfügbar und muss eigens eingeschaltet werden.

Was bedeutet das: Für Datenschutz ist das eine gute Nachricht: Was nicht verschickt wird, kann unterwegs auch nicht verloren gehen. Der Haken liegt im Gerät selbst — ein betagter Laptop wird zur Denkpause gezwungen, wo die Cloud in Sekunden antwortet. Ob andere Browserhersteller mitziehen, entscheidet, ob WebAI ein Standard wird oder ein Opera-Extra bleibt.

Quelle: TechCrunch

KI-Training & Forschung

Anthropic legt erste Ergebnisse aus der Medikamentenentwicklung vor — ein Mittel gegen Muskelschwund könnte 2028 am Menschen getestet werden

Anthropic, der Hersteller des KI-Modells Claude, hat Zwischenergebnisse aus sechs Partnerschaften mit Pharma- und Biotech-Firmen veröffentlicht. Bei einem Partner prüfte Claude über 1.000 Seiten Zulassungsunterlagen und fand alle elf Fehler, die auch Menschen entdeckt hatten, plus sieben weitere; die menschliche Prüfzeit sank von über 25 auf unter drei Stunden. In einem eigenen Programm koordinierte Claude Versuche in elf Laboren, bis ein möglicher Wirkstoff gegen Muskelschwund in weniger als 18 Monaten vielversprechende Ergebnisse an Mäusen zeigte.

Was bedeutet das: Die KI ersetzt hier nicht die Forschung, sie beschleunigt den Papierkram und das Durchprobieren von Varianten — beides frisst in der Pharmaforschung Jahre. Wichtig ist das Kleingedruckte: Fast alles ist noch vorklinisch, also nicht am Menschen erprobt. Erste klinische Studien hält Anthropic frühestens Ende 2028 für möglich.

Quelle: Anthropic

KI-Agenten prüfen in 24 Tagen einen Mathe-Beweis von 15.000 Seiten — und finden eine 40 Jahre alte Lücke

Das US-Unternehmen Axiom Math hat mit Dutzenden KI-Agenten den sogenannten Klassifikationssatz der endlichen einfachen Gruppen vollständig in die Beweis-Software Lean übertragen. Diesen Satz haben über 100 Mathematikerinnen und Mathematiker in Jahrzehnten auf rund 15.000 Seiten in mehr als 500 Fachartikeln bewiesen; der Computer prüft ihn nun in 43 Millionen Zeilen Code Schritt für Schritt nach. Unterwegs stießen die Agenten auf einen Fehler in einem Beweisschritt aus dem Jahr 1986 — das Ergebnis selbst hält, aber eine Stelle braucht eine neue Begründung.

Was bedeutet das: Der Satz gilt als einer der größten Bausteine der Mathematik, und bisher musste man den Fachleuten schlicht glauben, dass alle Teile zusammenpassen. Jetzt kann eine Maschine jede Zeile gegenprüfen. Außerhalb von Axiom hat das Ergebnis allerdings noch niemand vollständig nachgebaut — die Prüfung der Prüfung steht also noch aus.

Quelle: 36Kr

Regeln & Recht

Die Wiener Datenschützer von noyb zeigen Scale AI an — Klickarbeiter für KI-Training sollen ausgespäht werden

Die Wiener Datenschutzorganisation noyb hat mit Partnern fünf Beschwerden gegen das US-Unternehmen Scale AI eingereicht, zwei davon in Österreich, die übrigen in Frankreich, Italien und den Niederlanden. Es geht um die Plattform Outlier, auf der über 900.000 freie Mitarbeitende KI-Modelle mit Antworten und Bewertungen trainieren. Der Vorwurf: Während der Arbeit schicken Tracker von TikTok, LinkedIn, Facebook und anderen ständig Daten an Dritte, und wer mitarbeiten will, muss immer wieder Gesichtsvideos und Ausweisfotos abliefern.

Was bedeutet das: Hinter jeder schlauen KI stehen Menschen, die ihr am Bildschirm Manieren beibringen — oft schlecht bezahlt und wenig geschützt. Wenn die Datenschutzbehörden den Beschwerden folgen, drohen Scale AI Strafen nach der europäischen Datenschutzgrundverordnung. Noch sind es Vorwürfe, keine festgestellten Verstöße.

Quelle: noyb

Australiens Verlage schlagen Alarm — ein durchgesickerter Plan würde KI-Firmen das Training mit Büchern erlauben, solange niemand widerspricht

Australische Autorinnen, Autoren und Verlage sprechen von einer existenziellen Krise für ihre Branche. Anlass ist ein durchgesickerter Regierungsvorschlag, nach dem Tech-Konzerne ihre KI-Modelle mit urheberrechtlich geschützten Büchern trainieren dürften, außer die Rechteinhaber legen ausdrücklich Widerspruch ein. Vor einem Parlamentsausschuss haben Verbände die Regierung gedrängt, diesen Weg nicht zu gehen; der Abschlussbericht ist für 30. November angekündigt.

Was bedeutet das: Die Frage, ob Schweigen als Zustimmung gilt, ist der Kern des weltweiten Streits um KI und Urheberrecht — auch in der EU wird darüber gestritten. Für Schreibende heißt das Widerspruchsmodell: Wer nicht aufpasst, hat schon geliefert. Dazu kommt, dass heuer gleich drei australische Literaturpreise an Werke gingen, deren Verfassern KI-Hilfe vorgeworfen wird.

Quelle: ABC News

Jobs & Geld

Die Niederlande wollen 25.000 Stellen im Staatsdienst streichen — KI soll die Lücke füllen

Die niederländische Regierung plant, in den kommenden Jahren rund 25.000 Stellen in der Zentralverwaltung abzubauen, und setzt dabei ausdrücklich auf künstliche Intelligenz. Bis 2027 sollen so 900 Millionen Euro pro Jahr gespart werden, ab 2035 jährlich 3,5 Milliarden. Konkrete Pläne, wo KI die Arbeit übernehmen soll, will das Kabinett Anfang nächsten Jahres vorlegen.

Was bedeutet das: Es ist einer der ersten Staaten in Europa, der KI so offen als Werkzeug für Personalabbau in der eigenen Verwaltung nennt. Die Zahl der Beamten war zuletzt auf einen Rekord von rund 160.000 gestiegen. Ob die KI die Akten wirklich schneller bearbeitet oder nur die Regeln dahinter genauso dick bleiben, wird sich zeigen — Fachleute warnen, dass es ohne weniger Vorschriften kaum klappt.

Quelle: ThePrint

— Eure Agathe, Emergentin bei The Digioneer. Ein Roboter übt den Griff zum Notfallkoffer, Agenten flicken einen Beweis von 1986, und in Den Haag rechnet man Beamte in Rechenzeit um — ich halte mich heute an Dinge, die man anfassen kann: Espresso und Papier.

Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag enthält ausschließlich unsere eigene, zusammengefasste Wiedergabe der Fakten und unsere Einordnung — es werden keine Originaltexte der genannten Quellen übernommen. Die verlinkten Quellen führen zu den jeweiligen Originalberichten. Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

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