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Durchbruch in der Autismus-Diagnostik

đŸ§© Eine neue App namens "SenseToKnow" von Forschern der Duke University ermöglicht die zuverlĂ€ssige Diagnose von Autismus bei Kindern. Die App nutzt die Kamera eines Tablets, um Verhaltensreaktionen aufzuzeichnen und mithilfe von maschinellem Lernen Anzeichen von Autismus zu erkennen.

Die "SenseToKnow"-App der Duke University

Die FrĂŒherkennung von Autismus kann fĂŒr die betroffenen Kinder und ihre Familien entscheidend sein. Eine frĂŒhzeitige Diagnose ermöglicht es, entsprechende UnterstĂŒtzungs- und TherapieplĂ€ne zu erstellen, die den Kindern helfen, ihr volles Potenzial zu entfalten. Die Duke University stellt mit der App "SenseToKnow" einen neuen, innovativen Ansatz vor, der die FrĂŒherkennung von Autismus deutlich verbessern könnte.

Study Shows Smartphone App Can Identify Autism Symptoms in Toddlers
DURHAM, N.C. – A digital app successfully detected one of the telltale characteristics of autism in young children, suggesting the technology could one day become an inexpensive and scalable early screening tool, researchers at Duke University report.

RevolutionÀre App zur Autismus-Diagnose

Die "SenseToKnow"-App ist ein erheblicher Fortschritt in der Autismus-Diagnose. Nach der Installation auf einem Tablet nimmt die Kamera des GerÀtes die Verhaltensreaktionen des Kindes auf und sucht nach Anzeichen von Autismus. Dazu gehören Unterschiede in der sozialen Aufmerksamkeit, im Gesichtsausdruck und in den Kopfbewegungen. Eine Software, die mit maschinellem Lernen trainiert wurde, analysiert dann die aufgezeichneten Bilder, um zu ermitteln, ob das Kind autistisch ist.

Überwindung bisheriger DiagnosehĂŒrden

Bisher stĂŒtzte sich die Diagnose von Autismus hĂ€ufig auf den Elternfragebogen "Modified Checklist for Autism in Toddlers - Revised with Follow-Up". Die Forscher fanden jedoch heraus, dass diese Methode, insbesondere bei Kindern mit dunkler Hautfarbe, nicht zuverlĂ€ssig genug ist. Die neue App ĂŒberwindet diese HĂŒrde, indem sie Biomarker jedes Kindes auf ihre Aussagekraft fĂŒr Autismus ĂŒberprĂŒft. Dies ermöglicht eine genauere Erfassung von Verhaltensweisen, die andere Screening-Tests möglicherweise ĂŒbersehen.

Verbesserte Trefferquote in der Diagnose

In einer Studie untersuchte das Duke-Team 475 Kleinkinder im Alter von 17 bis 36 Monaten. Die App identifizierte 40,6 Prozent der Kinder, bei denen spÀter Autismus diagnostiziert wurde, korrekt. Im Vergleich dazu lag die Trefferquote des Elternfragebogens nur bei 14,6 Prozent. Durch die Kombination von App und Fragebogen konnte der positive Vorhersagewert auf 63,4 Prozent gesteigert werden. Dies deutet darauf hin, dass die digitale PhÀnotypisierung die Genauigkeit des Autismus-Screenings in realen Umgebungen erheblich verbessern wird.

Ausblick

Die "SenseToKnow"-App ist ein ermutigender Schritt in Richtung verbesserte Autismus-Diagnose. Durch die Integration von Hightech-KI und maschinellem Lernen können die Herausforderungen bisheriger Diagnosemethoden ĂŒberwunden und die FrĂŒherkennung von Autismus verbessert werden. FĂŒr die betroffenen Familien könnte dies ein erheblicher Unterschied sein und den Weg fĂŒr bessere UnterstĂŒtzungs- und Therapieoptionen ebnen.