Wir leben. Wir arbeiten. Wir trinken einen Chai Latte.
Solange die Work-Life Balance passt, ist alles gut.
- 4 min read

Berufsfelder der Zukunft und neue Entlohnungsmodelle

Die Arbeitswelt in Österreich verändert sich stetig durch technologische Fortschritte und Marktbedingungen, wobei Berufsfelder wie Data Science und KI sowie digitales Marketing an Bedeutung gewinnen.

Die Arbeitswelt befindet sich in einem stetigen Wandel, geprägt durch technologische Fortschritte und veränderte Marktbedingungen. Aktuelle Studien von XING, einem sozialen Netzwerk für berufliche Kontakte, beleuchtet die Berufsfelder mit dem größten Zukunftspotenzial in Österreich, neue Entlohnungsmodelle und die Entwicklungen am Arbeitsmarkt.

Berufsfelder mit Zukunftspotenzial

Bestimmte Berufsfelder werden in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen. An der Spitze dieser Entwicklungen stehen Bereiche wie Data Science und Künstliche Intelligenz (KI), Digitales Marketing und Nachhaltigkeit. Hier ein Überblick über die prozentuale Verteilung der aufstrebenden Berufsfelder in Österreich:

  • Data Science und KI: 15%
  • Cybersecurity: 14%
  • Nachhaltigkeit: 13%
  • Digitales Marketing: 12%
  • E-Commerce: 11%
  • Health Tech: 10%
  • Legal Tech: 9%
  • Educational Tech: 8%
  • Fintech: 5%
  • Andere Bereiche: 3%

Neue Entlohnungsmodelle

Neben den aufstrebenden Berufsfeldern beleuchtet die Studie auch neue Entlohnungsmodelle. Es zeichnet sich ein Trend zu flexibleren und leistungsorientierten Gehaltsstrukturen ab. Unternehmen neigen dazu, feste Gehälter mit variablen Komponenten zu kombinieren, die auf individueller Leistung oder dem Erfolg des Unternehmens basieren. Diese Entwicklung zeigt sich besonders in Start-ups und Technologieunternehmen, wird aber zunehmend auch in traditionellen Branchen beobachtet.

In der Praxis kann die Umsetzung flexibler und leistungsorientierter Gehaltsstrukturen je nach Unternehmen und Branche unterschiedlich aussehen. Das könnten zum Beispiel leistungsbezogene Bonussysteme sein, bei denen die Höhe des Bonus von der individuellen Leistung der Mitarbeiter:innen abhängt. Dies kann beispielsweise durch regelmäßige Leistungsbeurteilungen oder die Erreichung bestimmter Ziele erfolgen. Mitarbeiter:innen, die überdurchschnittliche Leistungen erbringen, erhalten einen höheren Bonus.

Weitere Erkenntnisse

Die sich verändernden Berufsfelder und Entlohnungsmodelle bieten sowohl Herausforderungen als auch Chancen. Für Arbeitnehmer bedeutet dies, sich ständig weiterzubilden und an neue Technologien anzupassen. Für Unternehmen liegt der Fokus darauf, Talente zu gewinnen, die in diesen zukunftsorientierten Bereichen kompetent sind.

Weiters entwickelt sich der Arbeitsmarkt zunehmend zu einem Arbeitnehmermarkt, 62% der Beschäftigten stimmen dieser Ansicht zu. Insbesondere die jüngeren Generationen (Generation Z und Y) stimmen dieser Aussage in noch höherem Maße zu​​.

Fachkräftemangel

Die Studie zeigt, dass Österreich und auch Deutschland trotz einer aktuellen Rezession unter einem deutlichen Fachkräftemangel leidet. Dieser Mangel wird sich aufgrund des demographischen Wandels - Menschen werden älter und gehen in Pension (!?) - in den nächsten Jahren noch verstärken, wobei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als das "rare Gut der Zukunft" betrachtet werden​​.

Diese Beobachtung steht im Gegensatz zu den Voraussagen, die im Kontext der digitalen Revolution gemacht werden, wo oft ein Rückgang der Arbeitsplätze prognostiziert wird.

Gibt es Zukunft auch weniger Arbeitsplätze?

Die Prognosen zur Zukunft der Arbeitsplätze im Kontext der digitalen Revolution sind komplex und vielschichtig. Einerseits wird oft befürchtet, dass die Automatisierung und Digitalisierung zu einem signifikanten Rückgang der Arbeitsplätze führen werden. Andererseits zeigen aktuelle Studien, dass diese Entwicklungen nicht unbedingt zu einem Gesamtrückgang der Beschäftigung führen müssen.

Einige publizierte Studien prognostizieren, dass die Digitalisierung bis 2035 zu großen Umbrüchen bei den Arbeitsplätzen führen wird, aber nicht unbedingt zu einem Gesamtrückgang der Beschäftigung. Es wird erwartet, dass rund 150.000 Arbeitsplätze in Österreich aufgrund der Digitalisierung abgebaut werden, jedoch auch viele neue Arbeitsplätze entstehen, sodass keine massiven Beschäftigungsverluste zu erwarten sind​​. Diese Entwicklung wird regional und strukturell unterschiedlich ausfallen. So wird beispielsweise das verarbeitende Gewerbe die höchsten Beschäftigungsverluste erfahren, während in der Branche „Information und Kommunikation“ die größten Beschäftigungsgewinne erwartet werden​​.

Im Gegensatz dazu steht die Situation des Fachkräftemangels. Es wird erwartet, dass trotz des technologischen Fortschritts und der zunehmenden Automatisierung kein Anstieg der Arbeitslosigkeit zu erwarten ist. Vielmehr wird ein Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung prognostiziert, was eine Arbeitskräftelücke entstehen lässt, insbesondere in Bereichen wie MINT und Gesundheit​​. Die Digitalisierung wird also weniger zu einem quantitativen Rückgang der Arbeitsplätze führen, als vielmehr zu einer Veränderung in der Qualität und im Charakter der Erwerbsarbeit, mit einer Verschiebung von Tätigkeitsfeldern und einem beruflichen sowie arbeitsmarktlichen Strukturwandel​​.

Homeoffice und Unternehmenskultur

Homeoffice bleibt ein wichtiges Thema, wobei 61% der Befragten von Unternehmen attraktive Arbeitsplätze und Büroräumlichkeiten erwarten, um Mitarbeiter für das Büro zu motivieren. Vor allem jüngere Generationen legen Wert auf diese Anreize​​.

Arbeitsplatzattraktivität

Für die Attraktivität eines Arbeitsplatzes sind ein gutes Verhältnis zu Kollegen (88%), ein passender Führungsstil (81%) und ein attraktiver Standort (76%) entscheidend. Die Flexibilität der Arbeitszeiteinteilung ist für 72% der Befragten wichtig, wobei Frauen diesem Aspekt mehr Bedeutung beimessen als Männer​​.

Generationenunterschiede

Jüngere Generationen legen mehr Wert auf das psychische Wohlergehen der Mitarbeiter (GenZ: 76%) und die Nachhaltigkeit eines neuen Arbeitgebers (GenZ: 61%). Fast die Hälfte der Befragten (47%) wünscht sich die Möglichkeit von Remote Work, wobei dies für Generation Z (57%) und Millennials (56%) besonders wichtig ist​​.

4-Tage-Woche

Die 4-Tage-Woche wird von 53% der Österreicher:innen als wichtiger Zukunftstrend angesehen. Allerdings glauben viele, dass sich die Wirtschaft ein solches Modell mit vollem Lohnausgleich nicht leisten kann. Fast die Hälfte der Befragten befürchtet, dass dadurch die Wettbewerbsfähigkeit gefährdet wird. Diese Befürchtung hat jedoch wahrscheinlich keine praktische Grundlage.

Jamie hat eine Meinung

Jamie und ihre Meinung zu unterschiedlichen Themen sind legendär
Meiner Meinung nach ist arbeiten super - nur Geld verdienen nervt.

Meine Zusammenfassung ist tatsächlich optimistisch

Die Arbeitswelt befindet sich in einem stetigen Wandel, geprägt durch technologische Fortschritte und veränderte Marktbedingungen. Bestimmte Berufsfelder in Österreich gewinnen an Bedeutung, wie Data Science, Künstliche Intelligenz, Digital Marketing und Nachhaltigkeit.

Unternehmen setzen vermehrt auf flexible Entlohnungsmodelle, um den Herausforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht zu werden. Die Fortbildung der Mitarbeiter:innen wird zum Trend werden.

Die Arbeitswelt erfordert Anpassung und kontinuierliche Weiterbildung.

Der Fachkräftemangel ist ein wachsendes Problem, das sich durch den demografischen Wandel verstärkt. Die Digitalisierung und Automatisierung lassen den Arbeitsmarkt schrumpfen, schaffen aber auch einige neue Arbeitsplätze.

Homeoffice ist ein wichtiger Arbeitsmodus, und die Attraktivität eines Arbeitsplatzes hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die 4-Tage-Woche wird als Möglichkeit zur Verbesserung der Work-Life-Balance angesehen. Das bedingungslose Grundeinkommen ist die Lösung für die zukünftigen Herausforderungen der Arbeitswelt.