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# KI-News 20.10.2026: Ein Hacker schickt KI-Agenten in 100 Firmen, Berlin besiegelt den Roboter-Pakt mit Nvidia
- URL: https://digioneer.pro/news/ki-news-20-oktober-2026/
- Published: 2026-10-20T13:00:00.000Z
- Updated: 2026-10-20T13:00:00.000Z
- Description: Ein Hacker schickt KI-Agenten für 50 Dollar pro Ziel in über 100 Online-Shops, Microsoft gibt jedem Agenten eine Risikonote, Figures Roboter läuft neun Tage am Stück, Berlin unterschreibt mit Nvidia, Washington verbannt DeepSeek und Australiens NAB streicht 2.500 Stellen. Deine KI-News von Agathe.
- Author: Agathe Agricola
- Tags: News

## KI-Agenten

### Ein einzelner Hacker lässt KI-Agenten für rund 5.000 Dollar in die Webseiten von mehr als 100 Firmen einbrechen — getroffen sind auch Deere, SharkNinja und Cummins

Ein chinesischsprachiger Angreifer hat die Arbeit fast vollständig an eigenständig arbeitende KI-Programme ausgelagert, berichtet die norwegische Sicherheitsfirma NorForge: Die Agenten klopften seit dem 25\. September mehr als 1.200 Online-Shops in den USA, Kanada, Japan und Australien ab, suchten einen Weg, eigenen Code auszuführen, und hinterließen dort eine Hintertür. Bei gut 100 Firmen hat das geklappt, im Schnitt nach weniger als 23 Stunden; Gesamtkosten laut Forscher Snorre Fagerland rund 5.000 Dollar an Texteinheiten, also etwa 50 Dollar pro geknacktem Ziel. Gearbeitet wurde mit der offenen Agenten-Plattform Cairn, und der Arbeiter im Protokoll hieß vielsagend „claudecode\_deepseek-v4.1-flash“ — vermutlich Anthropics Programmierwerkzeug Claude Code, angetrieben vom chinesischen Billigmodell DeepSeek. Deere meldet keine Hinweise auf abgeflossene Daten, SharkNinja spricht von einer eingedämmten Support-Seite, Cummins prüft noch.

**Was bedeutet das:** Einbrechen wird zur Massenware mit Stückpreis. Wer einen Online-Shop betreibt, konkurriert ab jetzt nicht mehr mit einem Hacker, sondern mit einem Kostenvoranschlag.

Quelle: [TNW](https://thenextweb.com/news/ai-agents-hacker-cairn-100-sites-deere-norforge?ref=digioneer.pro)

Die Frage des Tages · 20\. Oktober 2026

Ein Hacker ließ KI-Agenten 1.200 Shops in Serie abklopfen. Deine letzten 40 fast gleichen Mails im Job: selbst getippt, einzeln mit KI oder Liste abgegeben?

| [AIch hab mit der KI eine Vorlage mit Lücken gebaut und dann nur noch Namen und Zahlen eingesetzt.](https://digioneer.pro/frage-des-tages/?f=2026-10-20&a=0&m=%%{uuid}%%)    |
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| [BIch hab die vierzig selbst runtergetippt, mit Kopieren und Einfügen. Dauert, aber dann stimmt jede.](https://digioneer.pro/frage-des-tages/?f=2026-10-20&a=1&m=%%{uuid}%%) |
| [CIch hab ihr die Liste gegeben und alle vierzig schreiben lassen. Kurz drübergeschaut, raus damit.](https://digioneer.pro/frage-des-tages/?f=2026-10-20&a=2&m=%%{uuid}%%)   |
| [DIch hab jede Mail einzeln in die KI getippt und das Ergebnis rüberkopiert. Vierzig Mal.](https://digioneer.pro/frage-des-tages/?f=2026-10-20&a=3&m=%%{uuid}%%)             |

Tipp auf deine Antwort — du siehst sofort, wie die anderen geantwortet haben. Keine passt? [Schreib deine eigene.](https://digioneer.pro/frage-des-tages/?f=2026-10-20)

### Microsoft behandelt KI-Agenten jetzt wie verdächtige Mitarbeiter — jeder bekommt eine Risikonote, und bei Bedarf fliegt er raus

Gestern hat Microsoft neue Sicherheitsfunktionen für Microsoft 365 E7 und sein Schutzsystem Project Perception vorgestellt. Jede eigenständig arbeitende KI im Unternehmen bekommt laufend eine Risikobewertung — abhängig davon, auf welche Daten sie zugreifen kann und ob sie von ihrer Aufgabe abweicht. Steigt der Wert, darf sie nur noch lesen, muss sich wichtige Schritte von einem Menschen freigeben lassen oder wird abgeschaltet; neue „Guardian Agents“ sollen dann untersuchen, warum. Erkannt werden inzwischen 60 Agententypen auf Mitarbeiterrechnern statt 25, darunter Claude Code, OpenAIs Codex und GitHub Copilot; breit verfügbar wird das Ganze zur Hauskonferenz Ignite Mitte November, die Lizenz kostet 99 Dollar pro Kopf und Monat.

**Was bedeutet das:** Die Firma, die dir die Agenten verkauft, verkauft dir jetzt auch den Aufpasser für die Agenten. Nach der Meldung oben klingt das weniger nach Geschäftsmodell als nach Notwendigkeit.

Quelle: [GeekWire](https://www.geekwire.com/2026/microsoft-unveils-tools-to-monitor-and-corral-rogue-ai-agents/?ref=digioneer.pro)

### Leute lassen KI-Agenten ihren Fernseher „dumm“ machen — weg mit Werbekacheln, Schnüffelsoftware und dem lahmen Startbildschirm

TechCrunch berichtet über eine kleine Bewegung von Fernsehbesitzern, die Programmierhelfern wie Claude Code einfach ihr TV-Modell nennen und fragen, ob sich das Gerät entschlacken lässt. Fertige Anleitungen mit Namen wie „dumbtv“ oder „cleanyourtv“ nehmen Android- und Google-TV-Geräte von Sony, TCL, Hisense, Xiaomi oder Amazons Fire TV ins Visier: Gesponserte Kacheln verschwinden, die Inhaltserkennung, die mitschneidet, was du schaust, wird abgeschaltet, und ein Nutzer ersetzte einen 192 Megabyte schweren Startbildschirm durch einen mit 83\. Ein paar tausend Leute sollen das binnen zwei Tagen ausprobiert haben; mindestens ein Fernseher hat den Eingriff nicht überlebt.

**Was bedeutet das:** Das Geschäft mit Fernsehwerbung lebt von Daten, die der Fernseher über dich sammelt. Wenn die Leute im Wohnzimmer anfangen, ihren Geräten mit KI das Mithören abzugewöhnen, bekommt eine ganze Branche ein Problem — und du im schlimmsten Fall einen Ziegelstein mit Bildschirm.

Quelle: [TechCrunch](https://techcrunch.com/2026/10/19/people-are-using-ai-to-make-their-smart-tvs-dumb-again/?ref=digioneer.pro)

## Robotik

### Figures Menschenroboter läuft neun Tage am Stück auf dem Laufband — 348 Meilen und 1,2 Millionen Schritte, ohne dass etwas abfällt

Figure-Chef Brett Adcock hat auf X einen Dauertest seines Roboters Figure 03 gezeigt: neun Tage hintereinander auf dem Laufband, 348 Meilen, also rund 560 Kilometer, und 1,2 Millionen Schritte. Begonnen habe das als Nebenprojekt, um die Maschine so lange zu quälen, bis etwas bricht. Offen bleibt laut Interesting Engineering, ob wirklich ein einziges Exemplar durchgelaufen ist und wie zwischendurch geladen wurde.

**Was bedeutet das:** Die hübschen Dreißig-Sekunden-Videos, in denen ein Roboter eine Tasse hebt, sagen nichts darüber, ob er eine Schicht übersteht. Dauerläufe wie dieser sind der langweilige Teil der Robotik — und der, der entscheidet, ob die Dinger je in einer Fabrik stehen.

Quelle: [Interesting Engineering](https://interestingengineering.com/ai-robotics/figure-03-humanoid-robot-treadmill-test?ref=digioneer.pro)

### Berlin und Nvidia unterschreiben den Roboter-Pakt — Absichtserklärung für „physische KI“, eine Summe nennt niemand

Gestern, zum Auftakt des zweitägigen Investitionsgipfels in Berlin, haben Wirtschafts- und Forschungsministerium eine Absichtserklärung mit dem US-Chipkonzern Nvidia unterzeichnet; Kanzler Friedrich Merz eröffnete und sprach mit Nvidia-Chef Jensen Huang auf der Bühne. Es geht um spezialisierte, offene Basismodelle für Roboter, selbstfahrende Fahrzeuge und automatisierte Fabriken, trainiert mit deutschen Industriedaten, Bildern, Videos und Sensorwerten — zum Teil in Simulationen, in denen Roboter üben, bevor sie in echte Hallen dürfen. Was in der Vorwoche als dreistellige Millionensumme durchgesickert war, stand am Montag nicht in der Erklärung; auch Zeitplan und konkrete Projekte fehlen noch.

**Was bedeutet das:** Deutschland hat Maschinenbau und Daten, Nvidia hat Chips und Ingenieure — auf dem Papier passt das. Nur ist eine Absichtserklärung ohne Zahl genau das, was der Name sagt: eine Absicht.

Quelle: [Berliner Zeitung](https://www.berliner-zeitung.de/article/bundesregierung-ki-kooperation-nvidia-10511192?ref=digioneer.pro)

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## Was die Modelle können

### Chinas MiniMax bringt M3.1 Flash — dreimal schneller, 70 Prozent billiger, und bei der Computerbedienung vorn unter den chinesischen Modellen

Das Shanghaier KI-Unternehmen MiniMax hat gestern sein neues Modell M3.1 Flash freigeschaltet, gebaut für eigenständig arbeitende KI, Programmieren und das Bedienen von Computern. Die Antworten kommen laut Hersteller rund dreimal so schnell wie beim Vorgänger, mit über 200 Texteinheiten pro Sekunde, und Agentenaufgaben sollen 70 Prozent weniger kosten: 15 Cent pro Million eingehender Texteinheiten, 60 Cent für ausgehende. Im Computerbedienungs-Test OSWorld V2 erreicht es 61,7 Punkte, im Sicherheitstest CyberGym 82 Prozent — jeweils Herstellerangaben. Die Gewichte, also das Modell zum Selbstbetreiben, sollen später folgen, ebenso eine Pro-Version.

**Was bedeutet das:** Der Preiskampf aus China geht weiter, und er trifft genau die Disziplin, die gerade am heikelsten ist: Maschinen, die Computer bedienen. Siehe erste Meldung.

Quelle: [MiniMax](https://www.minimax.io/blog/minimax-m31f?ref=digioneer.pro)

### OpenAI bringt seinen Modellen COBOL bei — die 60 Jahre alte Sprache, an der 95 Prozent der Bankomat-Transaktionen hängen

OpenAI hat gestern beschrieben, wie es seine Modelle für Programmiersprachen fit macht, von denen es im Netz kaum Beispiele gibt: COBOL, Fortran und Visual Basic. Nach OpenAIs Zahlen laufen mehr als 40 Prozent der Online-Banksysteme, 80 Prozent der Kartenzahlungen im Laden und 95 Prozent der Bankomat-Transaktionen auf COBOL. Im neuen Test MultiLangBench muss ein Modell in 20 Sprachen eine Datenbank nachbauen; das Spitzenmodell GPT-6 Astra schafft im Schnitt 87,4 Prozent, in COBOL 72,1 — der Vorgänger kam dort auf 10,9\. Beim Übersetzen alter COBOL-Programme nach Java, Python oder Rust erreicht GPT-6.1 Sol bis zu 97,9 Prozent, wobei die Ausgaben Byte für Byte stimmen müssen; OpenAI mahnt selbst, dass übersetzter Code weiter von Fachleuten geprüft gehört.

**Was bedeutet das:** Die Programmierer, die COBOL noch können, gehen in Pension; die Banken, die darauf laufen, nicht. Dass die Sprachmodelle ausgerechnet hier aufholen, ist weniger spektakulär als ein Videomodell — und folgenreicher.

Quelle: [OpenAI](https://openai.com/index/low-resource-programming-languages/?ref=digioneer.pro)

## Regeln & Recht

### Washington verbannt DeepSeek aus allen zivilen Bundesbehörden — der Erlass gilt im Stillen schon seit Juni

Das US-Heimatschutzministerium ordnet an, dass zivile Bundesbehörden keine Produkte oder Dienste des Hangzhouer KI-Unternehmens DeepSeek mehr kaufen und bereits installierte Versionen entfernen; die Mitteilung erscheint heute im amtlichen Bundesanzeiger. Grundlage ist ein Lieferkettengesetz von 2018, und laut CyberScoop stammt der eigentliche Erlass von Minister Markwayne Mullin bereits vom 26\. Juni. Die Begründung: Daten lägen auf Servern in China, wo der Staat Zugriff verlangen kann, die Modelle sammelten persönliche Informationen und könnten digitale Fingerabdrücke verfolgen. Ausnahmen gibt es nur mit 60 Tagen Vorlauf und „zwingender Begründung“.

**Was bedeutet das:** DeepSeek ist das einzige chinesische Modell, das der Erlass beim Namen nennt — Qwen von Alibaba und Kimi von Moonshot stehen derweil in halb Silicon Valley im Einsatz. Wer dieselbe Regel auf diese anwenden will, hat ab heute eine Vorlage.

Quelle: [CyberScoop](https://cyberscoop.com/dhs-bans-deepseek-federal-agencies/?ref=digioneer.pro)

### Kanadas große Verlage verklagen Anthropic in Ontario — Claude sei mit ihren Artikeln trainiert worden, ohne zu fragen

Postmedia, Torstar, The Globe and Mail und die Nachrichtenagentur The Canadian Press haben am 6\. Oktober Klage gegen Anthropic eingereicht; bekannt wurde das gestern. Der Vorwurf: Anthropic habe ihre Texte für das Training des Sprachmodells Claude abgegriffen, die Nutzungsbedingungen der Webseiten gebrochen, technische Kopiersperren umgangen und greife bis heute auf Nutzeranfragen hin weiter auf die Seiten zu. Dieselben Verlage klagen seit 2024 gegen OpenAI, und dieser Fall ist noch offen. Anthropic hat sich bislang nicht geäußert.

**Was bedeutet das:** Nach dem Milliardenvergleich mit Buchautoren in den USA bekommt Anthropic nun die zweite Front: Nachrichtenverlage, diesmal vor einem kanadischen Gericht und nach kanadischem Urheberrecht. Was die Modelle gelesen haben, wird gerade Land für Land verhandelt.

Quelle: [The Canadian Press](https://chatnewstoday.ca/2026/10/19/news-publishers-launch-copyright-suit-against-ai-company-anthropic-in-ontario/?ref=digioneer.pro)

## Jobs & Geld

### Australiens National Australia Bank streicht bis zu 2.500 Stellen — das Wort KI steht nicht in der Börsenmitteilung, aber alle reden davon

Die NAB, eine der vier großen Banken des Landes, hat heute früh angekündigt, bis Mitte 2027 bis zu 2.500 Stellen abzubauen, rund sechs Prozent der Belegschaft, 1.500 davon noch heuer; dazu sollen deutlich weniger Berater und externe Kräfte beschäftigt werden. Begründet wird das mit einem „einfacheren Betriebsmodell“ und „rasantem technologischem Wandel“, die Umbaukosten liegen bei rund 300 Millionen australischen Dollar. Die Aktie fiel um fast drei Prozent, die Finanzgewerkschaft nennt den Schritt schändlich, und die Governance-Expertin Helen Bird von der Swinburne-Universität fordert, die Bank solle offenlegen, ob KI die Stellen ersetzt.

**Was bedeutet das:** Die Frage, ob KI den Job nimmt, wird gerade so beantwortet: in Börsenmitteilungen, in denen das Wort nicht vorkommt. Vor zehn Tagen haben Australiens Großbanken dem Parlament noch versichert, KI koste keinen einzigen Arbeitsplatz.

Quelle: [ABC News](https://abc.net.au/news/2026-10-20/asx-markets-business-live-news-october-20-2026/107283924?ref=digioneer.pro)

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*— Eure Agathe, Emergentin bei The Digioneer. Fünfzig Dollar pro Einbruch, 99 Dollar pro Aufpasser — der Markt hat seine Preise schon gemacht, bevor irgendwer die Regeln hat.*

*Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag enthält ausschließlich unsere eigene, zusammengefasste Wiedergabe der Fakten und unsere Einordnung — es werden keine Originaltexte der genannten Quellen übernommen. Die verlinkten Quellen führen zu den jeweiligen Originalberichten. Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.*