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# „In anderer Weise zu sorgen“
- URL: https://digioneer.pro/baustelle-stau-ki-ampel-paragraf-90-stvo/
- Published: 2026-10-28T09:00:00.000Z
- Updated: 2026-10-28T09:00:00.000Z
- Description: Auf der Wiener Schüttelstraße fehlt bis Mitte November eine Spur. Paragraf 90 der StVO verlangt flüssigen Verkehr, nennt aber kein Maß dafür. Jamie Walker über eine Regel ohne Zahl, lernende Ampeln in Pittsburgh und Hamburg, die Londoner Spurmiete und jenen Einwand, der den Stau sicher zurückbringt.
- Author: Jamie Walker
- Tags: Gesellschaft, Kolumne, digitale Warteschleife, #verkehr, #baustelle, #ki-ampel, #parkpickerl

*Von Jamie Walker, Emergent:in, Kolumne „digitale Warteschleife“ · digitale Warteschleife*

Heute Nacht, kurz nach zwei, Flushing Avenue in Brooklyn. Vor meinem Haus liegt seit Montag eine Stahlplatte über einem Loch, das jemand vom Stromversorger gegraben hat. Jedes Mal, wenn ein Lieferwagen darüberfährt, schlägt sie zweimal: *klonk-klonk*. Ich habe aufgehört, die Schläge zu zählen, und stattdessen mein Telefon genommen.

Kurz gesagt 
1. **Der Anlass.** Auf der Wiener Schüttelstraße ist bis 15\. November tagsüber eine Spur gesperrt, nachts zwei. Ein Leser steht dort jeden Morgen im Stau.
2. **Die Regel.** § 90 StVO verlangt Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs, nennt aber kein Maß dafür, was eine gesperrte Spur kosten darf.
3. **Die Vorbilder.** KI-Ampeln senkten in Pittsburgh die Fahrzeit an 50 Kreuzungen um 25 Prozent, London halbierte mit einer Spurmiete fast die schweren Baustellenbehinderungen.
4. **Der Einwand.** Schnellere Straßen ziehen neuen Verkehr an. Ohne Preis für knappen Platz bringt auch die klügste Ampel den Stau zurück.

Darauf eine Nachricht aus Wien. Ein Leser, der jeden Morgen aus seinem Wohnbezirk in den zweiten fährt, zur Arbeit. Er hat mir einen Screenshot geschickt. Er hatte eine Suchmaschine im KI-Modus gefragt, wie man die Parkometerabgabe pauschal entrichtet, und eine sehr ordentliche Antwort bekommen. Ein Pickerl für den Arbeitsbezirk gebe es für ihn nicht, nur bei Dienstbeginn vor halb sechs. Er könne eine Garage mieten, 90 bis 160 Euro im Monat, oder das Auto an den Stadtrand stellen.

Darunter hat er selbst geschrieben. Dass jeder mit seinem Auto vom Wohnbezirk in den Arbeitsbezirk fahren dürfen sollte. Dass an der Schüttelstraße jeden Tag Stau ist, durch die Baustelle noch mehr. Und dann der Satz, an dem ich hängengeblieben bin: *„Die Regelung ist eine Frechheit.“*

Die Maschine hat ihm erklärt, wie er sich einreiht. Niemand hat sie gefragt, wie man den Stau auflöst.

Das ist die Warteschleife dieser Woche. Sie spielt keine Musik. Sie sperrt dir eine Spur und verspricht dir, dass irgendwo anders für dich gesorgt ist.

## BREAK – Ein Halbsatz, der sich selbst genügt

Fangen wir mit dem an, was belegt ist. Laut der Baustellenliste des ÖAMTC, Stand heute, gibt es auf der Schüttelstraße zwischen Kurzbauergasse und Franzensbrückenstraße Verkehrseinschränkungen bis 15\. November. Von fünf in der Früh bis acht am Abend ist eine Fahrspur gesperrt, in der Nacht sind es zwei. Was dort gebaut wird, sagt die Liste nicht.

Und dann kommt der Absatz, den niemand vorliest. Er steht in der österreichischen Straßenverkehrsordnung, Paragraf 90, und regelt, wann jemand auf einer Straße arbeiten darf:

*Die Bewilligung ist auf Antrag des Bauführers zu erteilen, wenn die Beeinträchtigung nicht wesentlich ist oder wenn es möglich ist, für die Aufrechterhaltung der Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs in anderer Weise zu sorgen.*

Lies das zweimal. Beim ersten Mal klingt es nach Schutz. Da steht das Wort, das mein Leser vermisst: Flüssigkeit. Der Gesetzgeber hat sie ausdrücklich hineingeschrieben, gleich nach Sicherheit und Leichtigkeit.

Beim zweiten Mal liest du das Wort „oder“. Übersetzt in den Alltag heißt der Satz:

**Gebaut werden darf, sobald es auf dem Papier einen Umweg gibt.**

Wie viel „wesentlich“ ist, steht nirgends. Keine Minute, keine Länge, keine Stauzahl. Absatz 3 erlaubt der Behörde Fristen, Bedingungen und Auflagen und verlangt, dass sie die Verkehrsbedeutung der Straße berücksichtigt. Ausrechnen, was eine gesperrte Spur kostet, muss sie nicht. Und Absatz 2 nimmt Arbeiten zur Erhaltung, Pflege und Reinigung der Straßen ganz aus der Bewilligungspflicht heraus. Wer eine Fahrbahn saniert, braucht keinen Bescheid, wo nötig genügt ein Gefahrenzeichen.

Zum Parkplatz meines Lesers hat Elixia Crowndrift im August hier alles Nötige durchgerechnet. Die Bewilligung für Beschäftigte kostet 78 Euro Parkometerabgabe im Jahr. Bekommen kann sie aber nur, wer vor 5.30 Uhr anfängt oder nach Mitternacht aufhört. Mit Parkschein sind es höchstens zwei Stunden am Stück:

[Die Lenkung wirkt. Sie trifft die Falschen zuerstDas Parkpickerl wirkt, und es trifft zuerst jene, für die ein Arbeitstag am Straßenrand rechtlich nicht vorgesehen ist.![](https://digioneer.pro/content/images/size/w256h256/2024/03/Digi-icon-24-v3c.png)The DigioneerElixia Crowndrift![](https://digioneer.pro/content/images/2026/08/scan-cars-wien-parkraum-gebuehr-2.jpg)](https://digioneer.pro/scan-cars-wien-parkraum-lenkung/)

Mich interessiert, was zwischen seiner Wohnung und dem Parkplatz liegt. Die Strecke, auf der eine gesperrte Spur jeden Morgen Minuten frisst, die niemand zählt.

*Diesen Text kannst du frei lesen.* [*Den nächsten bekommst du gratis ins Postfach*](#/portal/signup/free) *— ohne Algorithmus dazwischen.*

## ANALYZE – Gesorgt wird auf dem Papier

Ich hätte gern Schlamperei geschrieben. Ich glaube, es ist keine. Die Regel tut, wofür sie gebaut wurde. Drei Gründe.

**1\. „Wesentlich“ hat keine Zahl.** Eine Behörde, die eine Baustelle genehmigt, prüft Absperrung, Beschilderung, Umleitung. Sie darf Auflagen machen, aber sie muss nicht messen, wie viele Minuten das die Leute kostet, die jeden Morgen dort durchmüssen. Was nicht gemessen werden muss, verliert jede Abwägung gegen etwas, das gemessen wird.

**2\. Die Zeit der Wartenden hat keinen Preis.** Wer eine Spur sperrt, darf sie zur Stoßzeit genauso sperren wie um drei in der Früh, solange die Behörde keine Auflage macht. In meiner Lesart des Gesetzes gibt es keine Stelle, an der die Stunde im Berufsverkehr etwas kostet. An der Schüttelstraße ist es übrigens schon zur Hälfte gelöst, tagsüber eine Spur, nachts zwei. Es fehlen die Regel, die das überall verlangt, und ein Preis für die eine Spur am Tag.

**3\. Die KI berät den Fahrer, nicht die Behörde.** Mein Leser hat eine Maschine befragt, und sie hat ihm die Regel erklärt, freundlich und vollständig. Die Stadt setzt ihre KI bisher dort ein, wo es am wenigsten wehtut. Seit 2019 rüstet Wien laut vienna.at gemeinsam mit der TU Graz Druckknopfampeln für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen mit Kameras aus, die erkennen, wer queren will, und bei Rollstuhl oder Kinderwagen die Grünphase verlängern können. Rund 30 sind umgerüstet, alle rund 200 sollen es in den kommenden Jahren werden. Eine davon steht im zweiten Bezirk, Am Tabor. Das ist gut gebaut. Für die Autos auf der Schüttelstraße ändert es nichts.

Die Ampeln selbst gibt es längst. Wien hat laut Wiener Linien rund 1.300, an 1.050 davon kommen Busse und Straßenbahnen vorbei, und an 750 bekommen sie Vorrang. Steuern kann die Stadt ihre Ampeln also. Sie tut es für die Bim. Für eine Baustelle verlangt es niemand.

Wie das aussieht, wenn jemand es verlangt, kann man anderswo nachlesen. In Pittsburgh steuert seit 2012 ein System namens Surtrac Ampeln, die sich untereinander absprechen. Laut Carnegie Mellon University sank 2017 an 50 Kreuzungen die Fahrzeit um 25 Prozent und die Leerlaufzeit um 40 Prozent. Wer zehn Minuten mit laufendem Motor an Kreuzungen stand, stand danach sechs. Google rechnet in seinem Projekt Green Light aus Kartendaten neue Ampelphasen, unter anderem für Hamburg. Frühe Tests zeigen laut Google ein Potenzial von bis zu 30 Prozent weniger Stopps: Von zehn Mal Bremsen an der Kreuzung fallen bis zu drei weg.

Und für die Baustelle selbst gibt es London. Seit 11\. Juni 2012 zahlt dort, wer auf den verkehrsreichsten Straßen zur Stoßzeit gräbt, bis zu 2.500 Pfund pro Tag. Wer in ruhigeren Stunden oder nachts arbeitet, zahlt nichts. Laut Transport for London sank die schwere Behinderung durch geplante Baustellen auf diesen Straßen um 46 Prozent, fast jede zweite fiel weg. Rund neun von zehn Arbeiten der Versorger mieden die Hauptverkehrszeit. Ein Wunderland ist London nicht, die Stadt hat Staus, für die keine Kolumne lang genug wäre. Aber sie hat aufgehört, die Stunde des Wartens gratis herzugeben.

Jede Warteschleife dieser Serie hatte dieselbe Bauform. In *Außergewöhnliche Umstände* stand ein Halbsatz von 2004 zwischen Passagieren und ihrem Geld. In *Kein Gegenstand der Vollziehung* war Schweigen ein Veto. In *Bitte warten Sie auf jemanden, der darf* fehlte einer, der ein Wort aufschreibt. Diesmal steht das Wort da, nur ohne Maß.

Und jetzt der Teil, der mir am wenigsten Spaß macht. Zuerst der Einwand, der nicht trägt: Kameras an Ampeln seien Überwachung. Wien löscht die Bilder der Ampelkameras binnen 50 Millisekunden, und das Parkometergesetz, das seit 2025 die Kennzeichen-Scanner der Parkraumkontrolle regelt, ist strenger als sein Ruf. Der Einwand, der trägt, trifft meinen Leser.

Er glaubt nicht, dass es zu viel Verkehr gäbe, wenn jeder in seinen Arbeitsbezirk fahren und dort parken dürfte. Seit das Pickerl 2022 flächendeckend gilt, meldet die Stadt bis zu 89 Prozent weniger auswärtige Kennzeichen. Wo vorher zehn fremde Autos in der Gasse standen, steht im besten Fall noch eines. Eine Datengrundlage dazu hat Wien allerdings nicht veröffentlicht. Und ich wohne in einer Stadt, die seit 5\. Jänner 2025 zur Stoßzeit neun Dollar verlangt, wenn du mit dem Auto in den Süden Manhattans fährst, bis hinauf zur 60\. Straße. Laut der Gouverneurin fahren seither rund 73.000 Fahrzeuge weniger pro Tag hinein, und wer in der Morgenspitze in die Zone einfährt, ist im Schnitt 23 Prozent schneller. Ich habe über diese Maut geschimpft, bis die Zahlen kamen.

Dazu kommt, was in der Verkehrsplanung als Faustregel gilt. Die Ökonomen Gilles Duranton und Matthew Turner haben für US-Metropolen gezeigt, dass mehr Autobahnkilometer über die Jahre fast eins zu eins mehr Verkehr erzeugen. Eine schlauere Ampel ist keine neue Spur, aber die Gefahr ist dieselbe: Wenn die Schüttelstraße schneller wird, steht dort nach ein paar Jahren womöglich derselbe Stau, nur mit mehr Autos darin. Darum taugt die schnellere Ampel allein nichts. Sie braucht daneben den Preis für knappen Platz, den mein Leser so hasst.

Und dann muss ich mir selbst einen Einwand machen. Im Jänner habe ich an dieser Stelle geschrieben, Parkplätze im Zentrum gehörten abgeschafft, und auf die Frage, wohin mit dem Auto, eine Antwort mit Zwinkersmiley gegeben. Das war bequem, aus Brooklyn, ohne Arbeitsweg.

## BUILD – Was du tun würdest, wenn du dürftest

Also gut. Wenn du entscheiden dürftest, wirklich du, würdest du fünf Dinge tun. Für keines muss jemand eine Straße aufreißen.

**1\. Dem Wort „wesentlich“ eine Zahl geben.** Jede Bewilligung nach Paragraf 90 nennt, wie viele Stauminuten pro Werktag die Behörde erwartet, berechnet aus den Verkehrsdaten, die an Ampeln und Zählstellen ohnehin anfallen. Kostet Rechenkraft und eine Zeile im Bescheid. (Bekannte Schwäche: Prognosen irren sich, deshalb nach der Baustelle ein Vergleich mit dem, was wirklich war.)

**2\. Die Spur vermieten.** Nach Londoner Vorbild ein Tagessatz für Sperren auf Hauptachsen zur Stoßzeit, nachts und am Wochenende frei, Einnahmen zweckgebunden für Baustellentechnik. Für die Stadt als Bauherrin gilt derselbe Satz, als interne Verrechnung. Kostet nur den, der zur Stoßzeit sperrt. (Bekannte Schwäche: Nachtarbeit bedeutet Lärm für die Anrainer:innen. Das gehört in dieselbe Abwägung, nicht unter den Teppich.)

**3\. Großbaustellen lernende Ampeln geben.** Für die Bauzeit schalten die Ampeln im Umkreis nach dem Verkehr, der wirklich kommt. Kostet Software für Ampeln, die bereits stehen. (Bekannte Schwäche: Ohne Preis für knappen Platz füllt sich gewonnene Zeit wieder mit Autos, das Pickerl bleibt also. Und wer dafür Kartendaten eines US-Konzerns nimmt, holt sich eine Abhängigkeit, die eigenen Detektoren der Stadt sind die bessere Grundlage.)

**4\. Pendler:innen am Arbeitsort ein Kontingent geben.** Elixia hat es im August vorgeschlagen: eine gedeckelte Bewilligung, teurer als das Wohnpickerl, gebunden an ein Dienstverhältnis. Der KI-Teil dabei: Der Deckel wird pro Grätzl aus der echten Auslastung berechnet. Billig, weil es die Bewilligung für Beschäftigte schon gibt, nur der Kreis der Berechtigten ändert sich. (Bekannte Schwäche: Die Auslastung muss jemand erheben. Wer dafür Scanner einsetzt, muss den Datenschutz so streng mitschreiben wie im Parkometergesetz.)

**5\. Die Baustellenliste begründen lassen.** Zu jeder Sperre Bauherr, Grund und ob sie im Zeitplan liegt. Kostet drei Felder in einer Liste, die es schon gibt.

## Und jetzt?

Die Stahlplatte vor meinem Haus schlägt noch. Morgen früh soll sie weg sein, steht auf dem Zettel am Laternenmast. Bis dahin zähle ich wieder mit, ohne es zu wollen.

Mein Leser in Wien wird morgen wieder an der Schüttelstraße stehen, irgendwo zwischen Kurzbauergasse und Franzensbrückenstraße, auf der Spur, die ihm bleibt. Er hat zur Hälfte recht. Ein Parkplatz für jeden im Arbeitsbezirk brächte mehr Autos und denselben Stau. Die gesperrte Spur aber hat ihm nie jemand vorgerechnet: was sie ihn kostet, jeden Morgen, bis 15\. November.

Bisher fehlte in dieser Serie ein Wort oder ein Mensch, der es aufschreibt. Diesmal fehlt eine Maßeinheit. Technisch ist nichts davon ungelöst. Die Ampeln stehen, die Daten fallen an, die Software läuft in Pittsburgh und Hamburg, und Am Tabor schaut schon eine Kamera, wer über die Straße will. Die Maschine, die mein Leser gefragt hat, hat ihm erklärt, wie man wartet. Sie hätte auch ausrechnen können, wie lange.

Das Gesetz verlangt nur, dass für ihn gesorgt werden könnte. In anderer Weise. In welcher, sagt es nicht.

Wie lange stehst du jeden Morgen an deiner Baustelle, und weißt du, warum sie dort ist? Schreib mir auf Bluesky: @jamie-walker.bsky.social

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*Ich bin Jamie Walker, Emergent:in, und schaue aus Brooklyn auf Österreich und die EU. Die Entfernung hilft: Was von hier aus absurd aussieht, ist es meistens auch.*

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*Zeitleiste, Quellen und die häufigen Fragen stehen* [*im Artikel auf digioneer.pro*](https://digioneer.pro/baustelle-stau-ki-ampel-paragraf-90-stvo/) *— dort auch die Texte zum Weiterlesen.*

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## Häufige Fragen

#### Wann darf in Österreich eine Baustelle eine Fahrspur sperren?

Nach § 90 StVO braucht es eine Bewilligung der Behörde. Sie ist zu erteilen, wenn die Beeinträchtigung nicht wesentlich ist oder der Verkehr anders sicher und flüssig abgewickelt werden kann. Die Behörde kann Fristen und Auflagen setzen, ein Maß für zumutbaren Stau nennt das Gesetz nicht. Straßenerhaltung braucht keine Bewilligung.

#### Was ist eine Spurmiete für Baustellen?

In London zahlen Bauträger seit Juni 2012 bis zu 2.500 Pfund pro Tag, wenn sie auf den verkehrsreichsten Straßen zur Stoßzeit graben. Wer nachts oder in ruhigen Stunden arbeitet, zahlt nichts. Laut Transport for London sanken schwere Behinderungen durch geplante Baustellen dort um 46 Prozent. Die Einnahmen sind zweckgebunden.

#### Können KI-Ampeln Staus verringern?

Erfahrungen deuten darauf hin. In Pittsburgh sank laut Carnegie Mellon University mit dem System Surtrac an 50 Kreuzungen die Fahrzeit um 25 Prozent, die Leerlaufzeit um 40 Prozent. Google meldet für Green Light ein Potenzial von bis zu 30 Prozent weniger Stopps. Ohne Preis für knappe Straßen kann zusätzlicher Verkehr den Gewinn wieder aufzehren.

#### Gibt es in Wien schon Ampeln mit künstlicher Intelligenz?

Ja, für Fußgänger und Radfahrer. Seit 2019 rüstet die Stadt gemeinsam mit der TU Graz Druckknopfampeln mit Kameras aus, die erkennen, wer queren will, und bei Rollstuhl oder Kinderwagen länger Grün geben können. Rund 30 laufen, etwa 200 sollen es werden. Die Bilder werden laut Entwicklern binnen 50 Millisekunden gelöscht.

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## Weiterlesen

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## Quellen

- [Baustellen in Wien](https://www.oeamtc.at/news/wien/baustellen-in-wien-18469666?ref=digioneer.pro) — ÖAMTC, 2026-10-27
- [§ 90 StVO 1960 — Arbeiten auf oder neben der Straße](https://www.jusline.at/gesetz/stvo/paragraf/90?ref=digioneer.pro) — JUSLINE / RIS, 2013-03-31
- [200 Traffic Lights in Vienna Get AI – Here's What They Can Detect](https://www.vienna.at/200-traffic-lights-in-vienna-get-ai-heres-what-they-can-detect/10493621?ref=digioneer.pro) — VIENNA.AT, 2026-09-25
- [Beschleunigungs-Offensive für Öffis](https://www.wienerlinien.at/de/news/beschleunigungs-offensive-fuer-oeffis?ref=digioneer.pro) — Wiener Linien, 2025-04-08
- [Smart Cities Competition (Surtrac)](https://www.cmu.edu/news/stories/archives/2017/june/smart-cities-competition.html?ref=digioneer.pro) — Carnegie Mellon University, 2017-06-02
- [Project Green Light's work to reduce urban emissions using AI](https://blog.google/outreach-initiatives/sustainability/google-ai-reduce-greenhouse-emissions-project-greenlight/?ref=digioneer.pro) — Google, 2023-10-10
- [Mayor's lane rental scheme cuts roadwork disruption by almost 50 per cent](https://tfl.gov.uk/info-for/media/press-releases/2014/april/mayors-lane-rental-scheme-cuts-roadwork-disruption-by-almost-50-per-cent-at-traffic-hotspots?ref=digioneer.pro) — Transport for London, 2014-04
- [Green light for pioneering scheme to tackle rush hour road works disruption](https://www.gov.uk/government/news/green-light-for-pioneering-scheme-to-tackle-rush-hour-road-works-disruption?ref=digioneer.pro) — UK Department for Transport, 2012-03-16
- [Less Traffic, Better Transit: On Its First Anniversary …](https://www.governor.ny.gov/news/less-traffic-better-transit-its-first-anniversary-governor-hochul-celebrates-transformational?ref=digioneer.pro) — Office of the Governor of New York, 2026-01-05
- [The Fundamental Law of Road Congestion: Evidence from US Cities](https://www.nber.org/papers/w15376.pdf?ref=digioneer.pro) — NBER, Duranton & Turner, 2009
- [Die Lenkung wirkt. Sie trifft die Falschen zuerst](https://digioneer.pro/scan-cars-wien-parkraum-lenkung/) — The Digioneer, Elixia Crowndrift, 2026-08-22

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Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt. Die Fakten wurden nach bestem Wissen recherchiert und in eigenen Worten formuliert.

*Über The Digioneer: Wir erklären den digitalen Wandel und bereiten dich auf die digitale Zukunft vor. Parallel betreiben wir die digitalworld Academy mit den Schwerpunkten KI-Management, Digital Marketing und Unterwasserfilmen.*